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Mexiko: Warum viele Mexikaner den flüchtigen Drogenboss El Chapo verehren

Mexiko

Warum viele Mexikaner den flüchtigen Drogenboss El Chapo verehren

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    Joaquín "El Chapo" Guzmán ist auf der Flucht.
    Joaquín "El Chapo" Guzmán ist auf der Flucht. Foto: Mario Guzman (dpa)

    Rund eine Woche nach der spektakulären Flucht des Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán aus einem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis finden T-Shirts und Baseball-Kappen mit seinem Konterfei reißenden Absatz im Internet. Die Motive reichen von einfachen Fahndungsbildern über einen mit einem Geldsack und Flügeln auf dem Rücken flüchtenden Drogenboss bis hin zu einem Baumwollhemd, das mit Guzmans Gesicht in Rot-Blau stark an das Wahlkampflogo von US-Präsident Barack Obama erinnert.

    Zu haben sind die Shirts für Preise zwischen fünf und 32 Dollar (4,60 - 29 Euro) - wenn sie überhaupt zu haben sind. Bei der in Los Angeles ansässigen Modemarke Kartel Kollektion, die sich auf Logos zu den Drogenkartellen spezialisiert hat, ist Guzmans T-Shirt ausverkauft. "Schon zu normalen Zeiten verkaufen sich unsere Produkte gut, doch diese Woche mussten wir unsere Produktion erhöhen", sagte die Marketing-Vertreterin Gabriella Zarazoga der Nachrichtenagentur AFP. Ihre Kunden stammen demnach zumeist aus Mexiko oder USA, einige kommen aber auch aus dem Nahen Osten.

    Nach der Flucht von El Chapo herrscht kaum Angst

    Der auf Guzmans Sinaloa-Kartell spezialisierte Journalist Diego Enrique Osorno spricht von einer gewissen Bewunderung vieler Mexikaner für den 58-jährigen Drogenchef. "Bei den meisten Reaktionen im Internet nach seiner Flucht ging es seltsamerweise weder um Angst noch um Empörung", sagte Osorno. Vielmehr habe Mexiko in dem charismatischen Verbrecher einen "Anti-Helden" gefunden, dessen Popularität die "führende politische Klasse in den Schatten stellt". afp

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