Zwei Brände im Flur und im Treppenhaus der Schule in Ballenstedt (Landkreis Harz) hatte die Schülerin bereits gelegt. Nach Angaben der Polizei in Magdeburg konnten Mitarbeiter der Schule das Feuer jedoch umgehend nach dem Ausbruch löschen.
Gegen 7.45 Uhr hatte das Mädchen einer 8. Klasse die Schule mit zwei Flaschen betreten, in denen sich Brandbeschleuniger befand. Eine der Flaschen leerte sie nach Angaben der Polizei auf einem Teppich aus, eine weitere in einem Treppenhaus. Dann entzündete sie die Flüssigkeit. Die Brände wurden vom Hausmeister und Lehrern gelöscht. Dabei erlitt eine Lehrerin eine Rauchvergiftung.
Mädchen eventuell psychisch labil
Die 430 Schüler des Gymnasiums wurden sofort in Sicherheit gebracht. Den Angaben zufolge besteht der Verdacht auf eine psychische Erkrankung des 13 Jahre alten Mädchens.
Die eintreffenden Polizisten stellten bei dem Mädchen mehrere Küchenmesser sowie eine 30 Zentimeter lange Axt sicher. "Wir gehen davon aus, dass ein Amoklauf geplant war", sagte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) in Magdeburg. Die Lehrer des Gymnasiums hätten sehr besonnen gehandelt. Es sei lediglich eine Lehrerin mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein Motiv für die Tat des Mädchens könnten häusliche Probleme sein. Die 13-Jährige wurde in ein Krankenhaus zur psychiatrischen Untersuchung gebracht. dpa/AZ