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Nach WM-Sieg: Namensforscher sicher: Eltern werden Kinder nach WM-Helden nennen

Nach WM-Sieg

Namensforscher sicher: Eltern werden Kinder nach WM-Helden nennen

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    Noch ist sein Vorname eher selten: Mats Hummels.
    Noch ist sein Vorname eher selten: Mats Hummels. Foto: Sven Hoppe/dpa

    Die Euphorie über den Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft könnte nach Ansicht des Namensforschers Knud Bielefeld werdende Eltern bei der Suche nach einem Vornamen inspirieren. Die deutschen Nationalspieler seien Vorbilder, das könne Einfluss auf die Namenswahl haben, sagte er am Mittwoch in Ahrensburg bei Hamburg.

    Namensforscher: Mats wird der Renner

    Doch nicht jeder Name habe die gleiche Chance. "Den größten Aufschwung erwarte ich bei dem Namen Mats, weil dieser Name derzeit eh sehr gern vergeben wird", sagte Bielefeld mit Blick auf Mats Hummels. Schon jetzt stehe Mats auf Platz 33 der beliebtesten Vornamen für Jungen. Die Vornamen von Lukas Podolski und Philipp Lahm seien ohnehin schon recht lange in den Top 20. Anders sehe es bei Thomas Müller, Manuel Neuer oder André Schürrle aus. Ihre Vornamen seien vor vielen Jahren populär gewesen und gelten heute eher als unmodern.

    Einen Einfluss auf die Namensgebung nach dem Titelgewinn 1990 konnte Namensforscher Bielefeld nicht feststellen: "Ich habe mir noch einmal die Namen der Spieler angeschaut, die 1990 Weltmeister wurden - wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler, Lothar Matthäus. Die hatten damals schon sehr unmoderne Namen. Keiner der Namen aus diesem Jahrgang ist so aufgegriffen worden, dass er Spuren in der Baby-Namenstatistik hinterlassen hat."

    In Deutschland gibt es keine offizielle Vornamen-Statistik

    Der Wirtschaftsinformatiker Knud Bielefeld beschäftigt sich seit den Neunzigerjahren mit Namensforschung. Da es keine amtliche deutsche Vornamen-Statistik gibt, wertet Bielefeld die häufigsten Babynamen aus. Seine jährlichen Tabellen basieren auf Geburtsmeldungen von Kliniken, Geburtshäusern und Standesämtern. dpa/AZ

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