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Nackter Protest: Femen-Aktivistinnen protestieren vor ukrainischen Botschaften

Nackter Protest

Femen-Aktivistinnen protestieren vor ukrainischen Botschaften

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    Nach dem Waffenfund im Büro der Protestbewegung Femen in Kiew haben deutsche Aktivistinnen vor der ukrainischen Botschaft in Berlin demonstriert.
    Nach dem Waffenfund im Büro der Protestbewegung Femen in Kiew haben deutsche Aktivistinnen vor der ukrainischen Botschaft in Berlin demonstriert. Foto: Georges Gobet, afp

    Die fünf Frauen liefen barbusig vor dem Gebäude entlang, wie die Polizei mitteilte. Auf ihre Oberkörper hatten sie mit Farbe den Satz "Mein Körper ist meine Waffe" geschrieben, um den Kopf trugen sie Blumenkränze.

    Auch vor den Botschaften der Ukraine in Brüssel und Paris zogen Femen-Aktivistinnen auf, um gegen das Vorgehen der Sicherheitsbehörde in der Ukraine zu protestieren.

    Femen: Waffen wurden uns untergeschoben

    Femen wirft der ukrainischen Polizei vor, ihnen Pistole und Handgranate untergeschoben zu haben. Die Frauen seien tagelang nicht in ihrem Büro gewesen, so dass der Geheimdienst die Waffen habe verstecken können, sagte Aktivistin Alexandra Schewtschenko in Kiew.

    Das ist Femen

    Femen ist eine internationale Frauenbewegung.

    Die Organisation tritt für die Selbstbestimmung der Menschen - vor allem der Frauen ein.

    Femen will zudem die größte Frauenrechtsbewegung der Welt werden.

    Bekannt wurde Femen durch ihre Oben-ohne-Proteste: Halbnackte Aktivistinnen demonstrieren bei Großveranstaltungen und lassen sich öffentlichkeitswirksam festnehmen.

    Gegründet wurde Femen im April 2008 in Kiew/Ukraine, unter anderem aus Protest gegen den dortigen Sex-Tourismus.

    Gründerin ist die 1984 geborene Anna Hutsol.

    Femen-Aktivistinnen zeigen sich oft mit einem bunten Blumenkranz im Haar.

    Die Protest-Aktionen von Femen finden regelmäßig ihren Weg in eine breite Öffentlichkeit. Denn wenn die Aktivistinnen sich nackt zeigen, sind die Fotografen der Weltpresse mit dabei.

    Femen-Mitglieder bezeichnen sich selbst als Sextremistinnen.

    Femen-Aktivistinnen protestierten unter anderem gegen Silvio Berlusconi und Wladimir Putin, gegen Gazprom und die Katholische Kirche.

    Mehrfach landeten Aktivistinnen nach Protestaktionen im Gefängnis.

    Am Dienstag waren laut Polizei in dem Büro eine Pistole und eine  Granate gefunden worden. Die  Chefin des ukrainischen Femen-Zweigs, Anna HuzolHuzol erklärte, dass Femen keine Waffen  besitze. Sie vermutete, dass die Pistole und die Granate  untergeschoben wurden. Die Aktivistinnen seien von der Polizei bis  zum späten Dienstagabend verhört worden. 

    Einen Tag nach der Polizeirazzia mit Waffenfund hatte Femen ihr Büro in der ukrainischen Hauptstadt geschlossen. Das Büro sei verwanzt, sagte Huzol der  Nachrichtenagentur AFP. "Aus Sicherheitsgründen ist es  nicht mehr möglich, dort zu arbeiten." Die Entscheidung für den  Umzug sei aber bereits vor der Razzia gefallen, fügte die  Aktivistin hinzu.

    Den für ihre Oben-ohne-Proteste bekannten Frauen drohen nach dem Fund lange Haftstrafen. dpa/afp

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