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Neuer Vorschlag: Organspender sollen bevorzugt werden

Neuer Vorschlag

Organspender sollen bevorzugt werden

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    Mit einem Organspendeausweis kann jeder seine Spendenbereitschaft dokumentieren.
    Mit einem Organspendeausweis kann jeder seine Spendenbereitschaft dokumentieren. Foto: privat

    Der akute Mangel an Spenderorganen lasse sich nur durch ein Anreiz-System für potenzielle Spender bekämpfen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie, Friedrich Breyer, der "Berliner Zeitung".

    Ungerechtigkeit soll beseitigt werden

    Auf Nachfrage von welt.de, erklärte Breyer, dass man die Menschen dazu bringen sollte, sich mit der Situation auseinandersetzen, selbst einmal ein Organ zu benötigen. Mit einem Bonus-System werde zudem die Ungerechtigkeit beseitigt, dass von zwei gleich geeigneten und gleich bedürftigen Empfängern womöglich derjenige ein Organ bekomme, der selbst nicht zur Organspende bereit ist.

    Der Verband schlägt außerdem ein bundesweites Register vor, um Erklärungen für oder gegen die Organspende zu dokumentieren. Die Datenbank dürfe von den Kliniken erst nach der Feststellung des Hirntodes abgefragt werden, erläuterte Breyer, der an der Universität Konstanz lehrt. Damit würden die Bedenken mancher Menschen ausgeräumt, man könnte als geeigneter Spender schlechtere Überlebenschancen haben. Der bisherige Organspendeausweis würde damit überflüssig.

    Ringen um Kompromiss

    Die Fraktionschefs im Bundestag wollen welt.de zufolge Ende der Woche erneut versuchen, einen parteiübergreifenden Kompromiss zu finden. Die größten Chancen hat derzeit die sogenannte Erklärungslösung. Dabei sollen die Bürger etwa bei der Ausgabe von Ausweisen, Pässen oder der Krankenkassenkarten ohne Zwang nach ihrer Spendenbereitschaft gefragt werden. AZ

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