Trauriger Ausgang für das Känguru-Drama in einem niedersächsischen Serengeti-Park: Das von seiner Mutter aus dem Beutel geworfene Känguru-Baby Sabrina ist tot. Das winzige Tier sei knapp zwei Wochen von einer Pflegerin aufgepäppelt worden, habe aber schließlich selbst eine Spezialmilch nicht vertragen, sagte Juliane Gunkel, die Sprecherin des Parks, am Dienstag.
Känguru-Mutter Urmel verstieß das Kleine
Gunkel zufolge hatte sich der Park vergeblich um Känguru-Milch aus Australien bemüht, jedoch sei deren Einfuhr nicht erlaubt. Die Mutter des Känguru-Babys, Urmel, war Anfang Mai aus dem Park ausgebüxt und nach vier Wochen wieder eingefangen worden. Dieser Stress führte möglicherweise dazu, dass sie ihr nur 25 Zentimeter kleines Junge verstieß.
Der Serengeti-Park informiert auf seiner Homepage über die besondere Bindung zwischen Känguru-Müttern und ihrem Nachwuchs: Kängurus bringen demnach nach einer Tragzeit von etwa 30 Tagen Jungtiere zur Welt, die nur etwa ein bis zwei Zentimeter groß sind. Die unreifen Neugeborenen wandern sofort auf einer von der Mutter gelegten Speichelspur in den BeutelDabei zeihen sie sich auf dem Boden mit den Armen nach vorne. Im Beutel saugen sie sich an einer Zitze fest und verlassen für etwa fünf Monate den Beutel nicht, erst dann strecken die Jungtiere normalerweise das erste Mal den Kopf aus dem Beutel. nina/ dpa