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Oscar-Verleihung 2012: "The Artist": Der stumme Oscar-Kandidat

Oscar-Verleihung 2012

"The Artist": Der stumme Oscar-Kandidat

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    Der französische Schauspieler Jean Dujardin kommt mit Hündchen "Uggie" über den roten Teppich im Delphi-Filmpalast in Berlin zur Deutschland-Premiere des Films "The Artist". Fans wollen, dass der kleine Hund einen Oscar bekommt. 
    Der französische Schauspieler Jean Dujardin kommt mit Hündchen "Uggie" über den roten Teppich im Delphi-Filmpalast in Berlin zur Deutschland-Premiere des Films "The Artist". Fans wollen, dass der kleine Hund einen Oscar bekommt.  Foto: dpa

    Er könnte der ganz große Abräumer des Abends werden: "The Artist". Von Kritikern bereits im Vorfeld in den allerhöchsten Tönen gelobt, ist der französische Stummfilm für zehn Oscars nominiert. Inklusive den bedeutenden Kategorien "Bester Film", "Beste Regie" und "Bester Hauptdarsteller". Im Vorfeld hat "The Artist" bereits sieben Auszeichnungen bei den britischen BAFTA Awards, drei Golden Globes und den spanischen Oscar abgeräumt.

    Hauptdarsteller Jean Dujardin ist als bester Hauptdarsteller nominiert

    Das gibt natürlich mächtig Aufwind: Auch für den französischen Hauptdarsteller Jean Dujardin. Der macht sich sogar ein wenig über die vielen Rollenangebote lustig, die in diesem Jahr auf ihn einprasseln. Und zwar in einem Fake-Video.

    Aber auch für die Kleinen ist "The Artist" ein echtes Sprungbrett. Jack Russell Terrier Uggie ist inzwischen auch ein echter Superstar. Der weiße Vierbeiner mit den treuen Augen und braungefleckten Ohren steht mit seinen Trainern Omar von Muller und Sarah Clifford seit Wochen im Rampenlicht. Auch Dujardin bescheinigt Uggie echte Star-Power. "Er ist so ein großer Star, dass er nicht mal Zeit hat, auf der Straße andere Hunde zu begrüßen", witzelte der Schauspieler. In dem Schwarz-Weiß-Film wird Uggie zu Jack, der seinem Herrchen George Valentin (Dujardin) nicht von der Seite weicht.

    Uggie will noch mit Angelina Jolie einen Film drehen

    Als Schauspieler ist der Hund kaum zu schlagen. Bei Pistolenschüssen fällt er sofort "tot" um. Er macht Männchen und neigt dabei flehend seinen Kopf. Wird er geküsst, sinken die Vorderbeine zu Boden und die Schnauze landet beschämt zwischen den Pfoten. Kein Wunder, dass seine Menschenkollegen sich sofort in ihn verlieben. Reese Witherspoon sei ein riesiger Fan, erzählte Trainer Omar von Muller dem Promidienst "People.com". Zwischen Uggie und Dujardin habe es "total geklickt". "Er möchte unbedingt noch mit Angelina Jolie drehen", sagt der Lehrer über seinen Zögling. "Er liebt ihren Mund!"

    Eine offizielle Einladung

    Ein Millionenpublikum könnte seine Tricks bei der Oscar-Gala bewundern, eine offizielle Einladung haben die Veranstalter bisher allerdings nicht ausgesprochen. Ob Uggie auf die Bühne darf, das könnte bis zuletzt ein Geheimnis sein.

    Uggies Filmauftritte sind gezählt

    Doch Uggies Filmauftritte sind gezählt. Mit zehn Hundejahren, also ein rüstiger Siebziger aus menschlicher Sicht, soll der Terrier nach den Oscars kürzertreten. Keine langen Drehtage mehr, versicherte Trainerin Sarah Clifford Ende Januar dem Filmblatt "Hollywood Reporter". Uggie würde seinen Job noch lieben, aber "etwas langsamer" werden. Er sei nun in dem Alter, wo er "in der Sonne am Pool liegen möchte", deutet Clifford die Wünsche des kleinen Stars. Für Kurzfilme oder Werbung sei er aber noch zu haben. Bei Trainer Muller, der den Terrier vor Jahren einem Vorbesitzer abnahm und ihn damit vor dem Tierheim rettete, soll er seinen Lebensabend verbringen.

    Vielleicht ein Stern auf dem "Walk of Fame"?

    Auch wenn aus dem Oscar diesmal nichts wird, so gibt es immer noch die Hoffnung auf einen Stern auf Hollywoods "Walk of Fame". Drei bellende Leinwandstars sind auf dem berühmten Bürgersteig mit ihren Namen unter einer Sternenplakette schon verewigt: Die Schäferhunde Strongheart, Rin Tin Tin und Langhaar-Collie Lassie. Vielleicht kann Uggie auf diese Weise in der Filmmetropole für immer "Platz machen". (daam, dpa)

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