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Osnabrück: Transrapid-Unfall: Zwei Männer stehen vor Gericht

Osnabrück

Transrapid-Unfall: Zwei Männer stehen vor Gericht

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    Mit völlig zerstörter Front steht das Wrack des Magnetschwebebahnzuges Transrapid 08 nach seinem schweren Unfall auf der Versuchsstrecke in Lathen (Kreis Emsland) am 23.09.2006. Foto: dpa
    Mit völlig zerstörter Front steht das Wrack des Magnetschwebebahnzuges Transrapid 08 nach seinem schweren Unfall auf der Versuchsstrecke in Lathen (Kreis Emsland) am 23.09.2006. Foto: dpa Foto: Ingo Wagner/dpa

    Das Transrapid-Unglück im Emsland mit 23 Toten und elf Verletzten wird am heutigen Donnerstag zum zweiten Mal vor dem Osnabrücker Landgericht verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Mitarbeitern der Transrapid-Versuchsanlage fahrlässige Tötung in 23 Fällen und fahrlässige Körperverletzung in elf Fällen vor.

    Die beiden 61 und 52 Jahre alten Fahrdienstleiter hatten am 22. September 2006 die Startfreigabe für den Hochgeschwindigkeitszug auf der Teststrecke erteilt, obwohl sich dort noch ein Wartungsfahrzeug befand. Kurz nach dem Losfahren raste der Transrapid mit einer Besuchergruppe mit mehr als 170 Stundenkilometern in den 40 Tonnen schweren Werkstattwagen.

    Die beiden Männer galten nach dem Unglück als selbstmordgefährdet, weshalb ihnen der Prozess bisher noch nicht gemacht werden konnte. Der erste Fahrdienstleiter war bereits im ersten Prozess gegen zwei Betriebsleiter mitangeklagt gewesen, die im Mai 2008 vom Osnabrücker Landgericht zu Geldstrafen verurteilt worden waren. Er galt aber wegen psychischer Probleme als verhandlungsunfähig. Der zweite Fahrdienstleiter tauchte erst in der zweiten Anklageschrift der Staatsanwaltschaft auf. Auch er galt bislang als verhandlungsunfähig. Ein Gutachter stellte Ende vergangenen Jahres die Verhandlungsfähigkeit der Beschuldigten fest. dapd/dpa

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