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Paris: Justiz prüft Anzeige gegen Strauss-Kahn

Paris

Justiz prüft Anzeige gegen Strauss-Kahn

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    Dominique Strauss-Kahn droht erneut Ärger. Einer Agenturmeldung zufolge prüft die französische Justiz eine Anzeige gegen den Ex-IWF-Chef.
    Dominique Strauss-Kahn droht erneut Ärger. Einer Agenturmeldung zufolge prüft die französische Justiz eine Anzeige gegen den Ex-IWF-Chef. Foto: FRED DUFOUR

    Die Justiz in Frankreich prüft eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung gegen den Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Dies schreibt die französische Nachrichtenagentur AFP. Die 32 Jahre alte Autorin Tristane Banon hatte Strauss-Kahn gestern angezeigt. Sie wirft ihm vor, während eines Interview-Termins vor acht Jahren über sie hergefallen zu sein.

    Strauss-Kahns Anwälte hatten im Gegenzug eine Verleumdungsklage angekündigt. Die Staatsanwaltschaft entscheidet nun, ob sie nach der Anzeige Banons Ermittlungen aufnimmt.

    Parteifreund Hollande wusste vom Vorwurf gegen Strauss-Kahn

    Der französische Oppositionspolitiker François Hollande hat zugegeben, von früheren Vorwürfen einer jungen Schriftstellerin gegen Dominique Strauss-Kahn gewusst zu haben.

    "Ihre Mutter hatte einen Zwischenfall erwähnt, aber mehr weiß ich davon nicht", sagte er nach einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP vom Dienstag während einer Reise nach Martinique. Er habe auf gar keinen Fall einen Rat gegeben, ob die junge Frau Klage einreichen solle oder nicht, betonte er.

    Damit widersprach er der 32 Jahre alten Tristane Banon, die mehrfach erklärt hatte, dass der damalige Parteichef über ihren Fall auf dem Laufenden gewesen sei. "Er hat mich nach dem Vorfall angerufen und gesagt, dass er mit meiner Mutter gesprochen hat. Er hoffe, dass ich dem Rat folge, den er ihr gegeben habe, nämlich Klage einzureichen", sagte Banon in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift "L'Express".

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