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Porträt: Der ewige Held - Sylvester Stallone wird 75

Porträt

Der ewige Held - Sylvester Stallone wird 75

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    Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone spielte unter anderem in Rocky die Hauptrolle.
    Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone spielte unter anderem in Rocky die Hauptrolle. Foto: Evan Agostini, dpa

    Es gibt Filmszenen, die vergisst man sein Leben lang nicht. So eine kommt in „Rocky“, Teil 1, vor. Sylvester Stallone joggt da als bis dahin erfolgloser Boxer zur genialen Musik von Bill Contis „Gonna Fly Now“. Er rennt muskelbepackt und vor Kraft strotzend die 72 Stufen des Philadelphia Museum of Art rauf und runter, so als wäre das nichts. Es ist scheinbar eine Szene ohne Tiefgang. Aber wer sie hört und sieht, der bekommt tatsächlich das Gefühl, er könne Fliegen, er wäre unbesiegbar.

    Der Song aus der späten 70er Jahren empfiehlt sich noch heute nach schlechten Tagen im Büro, denn schon bei ersten Ton tauchen die Filmbilder auf, und nach einer Runde Laufen um den Block ist die Welt fürs Erste wieder in Ordnung. Allein deswegen müsste man dem ewigen Helden Stallone dankbar sein.

    Hollywood-Star Sylvester Stallone hat sich seinen Erfolg hart erkämpft

    Dabei hat der nicht immer nur Anerkennung für seine Arbeit bekommen. Im Gegenteil: Es gibt nicht wenige Filmkritiker, die halten Sylvester Stallone als Schauspieler oder auch als Regisseur und Produzent für eine ausgemachte Luftnummer und ein schlichtes Gemüt. Doch das ist Unsinn. Klar, er mag mit seinen hängenden Augenlidern und einem auch von Schönheitsoperationen gezeichneten Gesicht manchmal komisch wirken, so als wäre er eine Karikatur seiner selbst. Aber der Mann, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, wurde immer wieder aufs Neue unterschätzt. Zumal Sylvester Gardenzio Stallone, wie er mit vollem Namen heißt, für seine Muskellähmung der unteren linken Gesichtshälfte nichts kann. Sie stammt von seiner schweren Zangengeburt.

    Sylvester Stallone wurde vor allem durch seine Rocky-Filme berühmt.
    Sylvester Stallone wurde vor allem durch seine Rocky-Filme berühmt. Foto: dpa

    Das Boxerdrama „Rocky“ war jedenfalls sein erster Erfolg. Mit dem Drehbuch schrieb sich Sly, wie Stallone von Freunden genannt wird, damals den Frust von der Seele. Denn seine erträumte Karriere als Schauspieler war lange Zeit nicht in Schwung gekommen. Dann der Durchbruch: Der Film, den Stallone zunächst bei Produzenten wie Sauerbier angeboten hatte, wurde 1977 in zehn Kategorien für den Oscar nominiert. Das war zuvor nur Charlie Chaplin und Orson Welles gelungen.

    Dreimaliger Oscargewinner auch mit Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger vor der Kamera

    Am Ende gab es drei Oscars. Mit „Rocky“ und der Filmreihe um dem Vietnam-Veteranen „Rambo“ hat Stallone zwei Ikonen des Action-Films der 80er-Jahre geschaffen. Inzwischen gibt es jeweils zig Teile davon und viele weitere, teilweise ganz gute Filme von und mit Stallone. Der gebürtige New Yorker, der zwischenzeitlich mit Brigitte Nielsen verheiratet war, hat es geschafft: Er wurde über die Jahrzehnte bis heute zu einem der populärsten und kassenträchtigsten Hollywood-Stars neben Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger.

    Der Neuaufguss „Creed – Rocky’s Legacy“ aus dem Jahr 2015 hat „Rocky“ übrigens ein Kino-Comeback, eine weitere Oscar-Nominierung sowie den ersten Golden Globe Award seiner Karriere beschert. Der Mann hat also nicht nur viele Muskeln, sondern in seinem Leben auch eine ganze Menge richtig gemacht.

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