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Rekord: 100-jähriger Marathonläufer kommt wohl doch nicht ins Guinness-Buch

Rekord

100-jähriger Marathonläufer kommt wohl doch nicht ins Guinness-Buch

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    Der Inder Fauja Singh ist 100 Jahre alt. Und ein Marathonläufer.
    Der Inder Fauja Singh ist 100 Jahre alt. Und ein Marathonläufer. Foto: dapd

    Der gebürtige Inder erreichte bei dem Marathon in der kanadischen Stadt Toronto zwar als Letzter das Ziel, war aber mit 100 Jahren der wohl älteste Marathonläufer aller Zeiten. Einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde wird er aber wohl nicht bekommen: Da Fauja Singh keine Geburtsurkunde vorlegen kann, verweigert man ihm die Aufnahme ins Rekordebuch.

    Der Sikh Fauja Singh, der mit einem gelben Turban das Rennen bestritt, hatte beim Lauf entlang des Ontariosees das selbst gesetzte Ziel von neun Stunden deutlich unterboten. Die Stoppuhr zeigte acht Stunden, elf Minuten und 5,9 Sekunden. „Er ist absolut glücklich“, sagte sein Trainer und Übersetzer Harmander Singh nach dem Rennen. Es schien sicher, dass er sich einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde als ältester Marathonläufer aller Zeiten gesichert hatte.

    "Wir haben keinen Beweis"

    Dann teilten die Macher des Buches mit, nicht den geforderten Nachweis von Singhs Alter erhalten zu haben. Auch seine Organisation sei verblüfft über die außergewöhnliche Leistung von Mr. Singh, erklärte Craig Glenday, Herausgeber des Guinness-Buchs. „In so einem hohen Alter einen Marathon zu beenden, ist Ehrfurcht gebietend.“ Aber der Nachweis, dass er der älteste Marathonläufer der Welt sei, liege nicht vor: „So gerne wir den Rekord ratifizieren würden, wir haben nicht den Beweis.“

    Auf einer indischen Farm geboren

    Fauja Singh wurde kanadischen Presseberichten zufolge auf einer Farm in Indien geboren. Er hat einen britischen Pass, der als Geburtsdatum den 1. April 1911 angibt. Er kann sogar einen Brief von Königin Elizabeth vorlegen, in dem diese ihm zum 100. Geburtstag gratuliert. Aber dies genügt Guinness nicht. Pässe würden die Nationalität ihrer Inhaber bestätigen, nicht aber das Geburtsdatum, sagte Glenday, und „die Queen arbeitet nicht für uns“. Nach Angaben des Trainers wurden in der Region, in der Fauja geboren wurde, damals keine Geburtsurkunden ausgestellt.

    Glenday zufolge hat die Familie möglicherweise die Geburt noch nicht einmal gemeldet. Auch eine Heiratsurkunde oder einen Einberufungsbefehl des Militärs, die als Nachweis akzeptiert würden, habe der Marathonläufer nicht vorgelegt.

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