Eine außergewöhnliche Hitzewelle plagt den Westen der USA. Wetterdienste berichteten am Sonntag von Rekordwerten in mehreren Bundesstaaten von Arizona bis Kalifornien. Selbst der Flugverkehr war beeinträchtigt.
Hitzewelle in den USA: Erstes Todesopfer
Glut, Schweiß und Gähnen - Hitzerekorde
Hitze von mehr als 30 Grad in weiten Teilen Deutschlands lässt viele Menschen ermattet vor sich hin stöhnen. Doch es geht schlimmer.
Am 8. August 2003 maß der Wetterdienst Meteomedia mit 40,3 Grad im saarländischen Perl-Nennig den deutschen Hitzerekord.
Der Deutsche Wetterdienst gibt allerdings als Höchstwert seit Beginn der Wettermessungen vor gut 130 Jahren «nur» 40,2 Grad an.
Gemessen wurden diese am 27. Juli 1983 in Gärmersdorf (Oberpfalz) sowie am 9. August 2003 in Karlsruhe und am 13. August 2003 in Karlsruhe und Freiburg/Breisgau.
Europas Hitzerekord hält seit 1999 mit 48,5 Grad das italienische Catenanuova auf Sizilien.
Der angebliche «Weltrekord» von 1922 im libyschen Wüstenort Al-Asisia mit 58 Grad wurde nach 90 Jahren für ungültig erklärt.
Die Weltwetterorganisation WMO kürte 2012 stattdessen Greenland Ranch im kalifornischen Death Valley zum Rekordhalter. Dort waren am 1913 immerhin 56,7 Grad Celsius gemessen worden.
Die brütenden Temperaturen forderten nach Polizeiangaben wohl ihr erstes Todesopfer. Bei Außenwerten von 46 Grad Celsius erlag in Las Vegas ein Mann einem Herzversagen in seinem unklimatisierten Haus. Helfer berichteten im Fernseh-Sender CNN von weiteren Notrufen.
Flugzeuge bekamen Hitzefrei. Ein Sprecher der Gesellschaft US Airways erklärte CNN, dass am Samstag 18 Flüge in Phoenix (Arizona) gestrichen werden mussten, weil die Werte dort mit 48 Grad Celsius die zulässige Starttemperatur für die Maschinen überschritten habe.
53 Grad in Death Valley: Temperaturen könnten weiter steigen
Im Death Valley, einem der wärmsten Punkte der Erde im Osten Kaliforniens, stiegen die Werte auf rund 53 Grad Celsius. Meteorologen warnten, dass die brütendenden Temperaturen sich bis Mittwoch halten oder gar noch steigen könnten. dpa