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"Wort des Jahres"

29.11.2019

"Respektrente" ist das Wort des Jahres 2019 - vor "Rollerchaos"

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat das Wort "Respektrente" zum Wort des Jahres 2019 gewählt.
Bild: Jens Büttner, dpa

Jedes Jahr suchen Sprachwissenschaftler Wörter, die das gesellschaftliche Leben geprägt haben. Nun stehen die "Wörter des Jahres" 2019 fest.

"Respektrente" ist das Wort des Jahres 2019. Diese Entscheidung gab die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden bekannt. Das Wort bezieht sich auf die geplante Einführung einer Grundrente für Männer und Frauen, die trotz langjähriger Erwerbstätigkeit bisher nur eine sehr geringe Rente beziehen. Der Begriff wird insbesondere mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Verbindung gebracht.

Respektrente ist das "Wort des Jahres" - noch vor "Fridays for Future"

Auf dem zweiten Platz landete "Rollerchaos". E-Roller hätten sich in vielen deutschen Städten zu einem Problem entwickelt, da sie häufig rücksichtslos genutzt und unkontrolliert abgestellt würden, teilte die GfdS mit. Mit "Fridays for Future" kam ein Anglizismus und auf den dritten Platz, der vor allem die gesellschaftliche und politische Debatte in diesem Jahr geprägt hat.

Das Wort des Jahres 2019 ist Respektrente. Es bezeichnet die Einführung einer Grundrente für Menschen, die 35 Jahre erwerbstätig waren und von ihrer Rente nicht leben können.
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Das sind die "Wörter des Jahres" 2019
Bild: Patrick Pleul, dpa

Die Gesellschaft für Deutsche Sprache kürt seit 1977 das Wort des Jahres

Das Wort des Jahres wird seit 1977 regelmäßig gekürt. Gesucht werden laut GfdS Wörter und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. 2018 wählte die Jury den Begriff "Heißzeit", 2017 schaffte es "Jamaika-Aus" an die Spitze.

Das Wort des Jahres 2019, "Respektrente", hatte die SPD in die politische Debatte eingeführt. Und die Partei reagierte am Freitag prompt mit einem Tweet auf die Entscheidung der GfdS.

Eher skeptisch betrachtet das sprach- und medienkritische Projekt "Floskelwolke" diese Wahl.

Bedeutung und Beliebtheit sind die Kriterien für das "Wort des Jahres"

Für einen Platz auf der Liste ist laut GfdS nicht die Häufigkeit entscheidend, sondern die Bedeutung und Popularität. Die neunköpfige Jury, die über das "Wort des Jahres" entscheidet, besteht aus den Vorstandsmitgliedern der GfdS - Professoren, Wissenschaftler, vor allem aus dem Bereich der Sprachwissenschaft und Germanistk - sowie den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Gesellschaft. (AZ/dpa)

Lesen Sie auch: Klimadebatte rückt bei "Unwort"-Vorschlägen in Fokus 

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