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Soziale Netzwerke: Angst vor Aids im Netz: Das Märchen vom Blut in der Banane

Soziale Netzwerke

Angst vor Aids im Netz: Das Märchen vom Blut in der Banane

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    Im Netz kursieren Horrormärchen von HIV-infiziertem Blut in Bananen. Der Bananenfreund zuckt da schon mal vor Schreck zusammen.
    Im Netz kursieren Horrormärchen von HIV-infiziertem Blut in Bananen. Der Bananenfreund zuckt da schon mal vor Schreck zusammen. Foto: Andrea Warnecke, dpa

    Derzeit werden in sozialen Netzwerken Warnungen vor Bananen geteilt, die Kriminelle mit HIV-infiziertem Blut gefüllt haben sollen. Die Warnungen werden mit Fotos von Bananen, die innen rot verfärbt sind, unterstrichen.

    Der Bananenfreund zuckt da schon mal vor Schreck zusammen. Aber was steckt hinter den Verschwörungstheorien?

    Hinter den Bananenfotos steckt laut „Brigitte” ein Website-Betreiber: Er lockt mit der vermeintlichen Aids-Meldung die Nutzer auf Sex-Seiten und damit in Abo-Fallen.

    "Dry rot" steckt hinter Blut-Bananen

    Der Internet-Blog Mimikama hat bei Lidl gefragt, was denn nun die wirkliche Ursache der Rotfärbung des Fruchtfleisches sei. Ein Sprecher des Discounters erklärte, dass es sich bei der Rotfärbung des Fruchtfleisches der Banane um „Dry rot“ handle. Diese Färbung weise darauf hin, dass die Banane an der Pflanze unzureichend mit Nährstoffen versorgt worden sei. „Dry rot“ käme relativ häufig vor. Allerdings würden derart unterversorgte Bananen in der Packstation meist aussortiert. Eine Krankheit oder eine wie auch immer geartete Kontamination der Banane liege nicht vor, betonte Lidl.

    HIV und Aids weltweit: Zahlen und Fakten

    Dank moderner Medikamente (antivirale Therapien) überleben weltweit immer mehr Menschen trotz der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS.

    Regionen: HIV/AIDS grassiert weiterhin mit großem Abstand am häufigsten in Afrika südlich der Sahara. Hier leben 23,5 Millionen Menschen mit HIV, darunter auch 3,1 Millionen Kinder. Das sind 90 Prozent aller Kinder, die weltweit infiziert sind. In Süd- und Südostasien haben rund 4,2 Millionen Menschen HIV. Weiter angespannt ist die Lage auch in Osteuropa und Zentralasien mit 1,5 Millionen HIV-Patienten. In der Russischen Föderation stiegen die erfassten Fälle zwischen 2005 und 2010 von rund 39.000 auf 62.500.

    Den größten Fortschritt bei der Versorgung mit Medikamenten gab es in Afrika südlich der Sahara - der Anteil stieg innerhalb eines Jahres von 37 auf 56 Prozent. Weltweit bekommt nun rund die Hälfte aller geeigneten Patienten antivirale Therapien. Der Zugang hängt aber immer von der Region ab: In Osteuropa und Zentralasien erhalten zum Beispiel weniger als ein Viertel der HIV-Patienten Medikamente. Als Folge starben dort 2011 rund 90.000 Menschen an AIDS. 2001 waren es 15.000.

    Geschlecht: HIV/AIDS ist weltweit die Haupttodesursache für Frauen im gebärfähigen Alter. 63 Prozent aller jungen Erwachsenen, die mit HIV leben, sind Frauen vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ein Hauptgrund für die Infektion ist Unwissenheit. Nur ein Viertel der jungen Frauen und rund ein Drittel der jungen Männer in diesen Ländern konnten Fragen zur HIV-Prävention und -Übertragung korrekt beantworten.

    Alter: Das größte Risiko für HIV-Infektionen ist die Jugend. Jeden Tag stecken sich weltweit rund 2400 junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren mit HIV an - 2011 waren es insgesamt rund 890.000. 4,9 Millionen junge Leute leben mit der Krankheit, davon 75 Prozent in Afrika südlich der Sahara.

    Und selbst wenn es sich tatsächlich um HIV-infiziertes Blut gehandelt hätte, wäre eine Ansteckung unwahrscheinlich gewesen: "HIV kann, je nach Umgebungsbedingungen, außerhalb des Körpers seine Infektiosität nur wenige Tage lang behalten. Für die Frage der Ansteckungsmöglichkeiten ist dies im Alltag aber meist wenig relevant, da in der Regel keine geeignete Eintrittspforte für das Virus mehr besteht. Dies gilt auch für Blut oder Sperma an Gegenständen. Sobald potentiell infektiöse Körperflüssigkeiten angetrocknet sind, besteht keine Möglichkeit einer Infektionsübertragung mehr", so das Robert-Koch-Institut. AZ

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