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Streit um Kampagne: "Rauchen ist wie erzwungener Sex"

Streit um Kampagne

"Rauchen ist wie erzwungener Sex"

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    Zigarettenstummel in einem Aschenbecher.
    Zigarettenstummel in einem Aschenbecher.

    Die französische Nichtraucher-Organisation DNF (Droits des non-fumeurs - Rechte der Nichtraucher) ist mit ihrer jüngsten Aktion im Kampf gegen das Rauchen drastische Wege gegangen - und sieht sich massiver Kritik ausgesetzt. Der Grund: die Fotos der neuen Kampagne.

    Auf drei Motiven sind zwei Jungen und ein Mädchen abgebildet, die vor dem Schritt eines Herren im Anzug knien. Unterwürfig schauen sie nach oben, der Mann hat seine Hand auf ihrem Kopf, scheint sie zu der Position zu zwingen. Im Mund der jungen Protagonisten steckt eine Zigarette. Darunter steht: "Wer raucht, ist ein Sklave des Tabaks".

    Die Empörung über diese eindeutig sexuellen Anspielungen ist groß. Die zuständige französische Staatssekretärin will die Kampagne verbieten lassen. "In Zeiten, in denen wir Kinderpornografie bekämpfen, muss es andere Mittel geben, um vor Zigarettensucht zu warnen", sagt sie.

    Die zuständige Werbeagentur BDDP et Fils verteidigt ihre Arbeit auf der eigenen Website: Die Jugendlichen seien unempfänglich gegenüber Gesundheitsargumenten. Die Kampagne solle vor allem eines: schockieren.

    Tabaksucht sei eine Art der Unterwerfung, genauso wie der erzwungene Oralsex auf den Kampagnen-Fotos. (AZ)

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