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Studie: Die häufigsten Nachnamen: Alles Müller oder was?

Studie

Die häufigsten Nachnamen: Alles Müller oder was?

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    In den Telefonbüchern stehen viele Namen - manche sogar besonders oft.
    In den Telefonbüchern stehen viele Namen - manche sogar besonders oft. Foto: Marcus Merk

    Müller, Schmidt und Schneider. Diese Nachnamen gibt es in Deutschland wie Sand am Meer. Allein im Berliner Telefonbuch füllen 15 Seiten 6000 Telefonanschlüsse mit dem Nachnamen Müller. Da kann die Suche nach einem alten Schulfreund Peter Müller zum Marathon werden. Ihn gibt es in Berlin 128 Mal.

    Der Häufigkeit der Nachnamen widmet sich eine neue Studie der Universität Bielefeld. Die beiden Forscher Harald Jockusch und Alexander Fuhrmann erstellten eine Rangfolge der häufigsten Nachnamen. Gewinner im Familiennamenduell ist Müller. Auf dem zweiten Platz folgt der Name Schmidt, danach Schneider

    Auf die Idee für die Studie kam Jockusch mit den Namensmöglichkeiten bei der Ehe. Heutzutage haben Ehepaare die Wahl zwischen dem eigenen Namen, dem des Partners oder einem Doppelnamen. Meist wird aus emotionalen Gründen entschieden. Dabei ist laut Jockusch der Wunsch der Schwiegereltern oder der Name des Familienbetriebes oft ausschlaggebend.

    "Wir wollten wissen, was passiert, wenn so eine Frage rein rational entschieden wird", erklärt der Naturwissenschaftler. Ein so häufiger Nachname wie Müller sagt ihm zufolge weniger aus als ein seltener Name. Deshalb wäre es sinnvoller, sich für den nicht so häufigen Namen des Ehepartners zu entscheiden. Die Forscher nennen ihren Vorschlag die "Selten-Gewinnt-Regel".

    Die "Selten-Gewinnt-Regel" könnte besonders für Chinesen interessant sein. Während es in Deutschland etwa eine Million Familiennamen für 82 Millionen Einwohner gibt, sind es in China nur 700 für mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Allein der Nachname Wang gibt es dort öfters als es Einwohner in Deutschland gibt.

    Wie nützlich die Regel sein könnte, zeigt sich etwa in Dänemark. Dort sind Jockusch zufolge Namen wie Jensen, Nielsen, Pedersen und Andersen so häufig, dass dies als Problem empfunden wird. Darum wurde dort die Erfindung neuer Familiennamen gesetzlich freigegeben. "Face lifting" wird diese Neuerung im Volksmund genannt. mdc

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