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Studie: Kinder missbrauchter Frauen sind häufig Autisten

Studie

Kinder missbrauchter Frauen sind häufig Autisten

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    Frauen, die in ihrer Kindheit körperlich oder psychisch missbraucht worden sind, bringen häufiger autistische Kinder zur Welt.
    Frauen, die in ihrer Kindheit körperlich oder psychisch missbraucht worden sind, bringen häufiger autistische Kinder zur Welt. Foto: Patrick Pleul dpa

    Kindern, deren Mütter in ihrer Kindheit körperlich oder psychisch missbraucht worden sind, sind häufig Autisten. In der vom US-Fachmagazin "JAMA Psychiatry" veröffentlichten Studie gelangten die Forscher zu dem Ergebnis, dass bei früher besonders schwer missbrauchten Frauen das Risiko eines autistischen Kindes im Vergleich mit Frauen ohne Missbrauchserfahrungen um das Dreieinhalbfache erhöht ist.

    Autismus: Völlig neuer Risikofaktor

    Damit habe die Studie einen "völlig neuen Risikofaktor für Autismus" identifiziert, sagte Andrea Roberts, die Leiterin der  Untersuchung an der Harvard School auf Public Health (HSPH). Für  die Untersuchung waren die Daten von mehr als 50.000 Frauen ausgewertet worden.

    Frauen mit Missbrauchserlebnissen: 60 Prozent höheres Riskio

    Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass auch bei Frauen, die weniger schwere Missbrauchserlebnisse zu verarbeiten haben, das Risiko eines autistischen Kindes erhöht ist. In diesen Fällen war das Risiko demnach um 60 Prozent höher als bei Frauen ohne  Missbrauchserfahrung.

    Missbrauch: Langfristige Auswirkungen auf  Stressresistenz der Frau

    Die Forscher vermuten, dass möglicherweise die langfristigen Wirkungen von Missbrauch auf das Immunsystem und die  Stressresistenz der Frau das Risiko eines autistischen Kindes  steigen lassen. Zu der genauen Ursachenkette seien aber weitere  Forschungen notwendig. "Unsere Untersuchung legt nahe, dass die  Auswirkungen von Missbrauch während der Kindheit über die  Generationen hinweg reichen", sagte der an der Studie beteiligte Wissenschaftler Marc Weisskopf. (afp)

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