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Suche geht weiter: Dioxin in die Eier: Ursache bleibt unklar

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Dioxin in die Eier: Ursache bleibt unklar

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    Kurz vor Ostern ist in Bio-Eiern Dioxin entdeckt worden.
    Kurz vor Ostern ist in Bio-Eiern Dioxin entdeckt worden. Foto: dpa/Symbolbild

    Als Ursache für die Dioxinbelastung von Eiern in Nordrhein-Westfalen wird verseuchtes Futter unwahrscheinlicher. Wissenschaftler untersuchten bis heute weitere Futterproben von dem gesperrten Hof in Ostwestfalen und von zwei Höfen in Duisburg. Es sei nichts darin gefunden worden, sagte ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums.

    Dioxin in Eiern: Suche geht weiter

    Nun gehe die Suche weiter. Beim Chemischen Veterinär- und Untersuchungsamt analysieren die Forscher derzeit noch Boden- und Wasserproben sowie Eier aus den Betrieben.

    Prüfer haben dioxinähnliche PCB (Polychlorierte Biphenyle) zunächst in Eiern eines Bio-Erzeugers aus Nordrhein-Westfalen entdeckt. Nach Angaben des NRW-Verbraucherschutzministeriums beliefert der Betrieb mit 25.000 Legehennen vor allem Supermärkte.

    NRW: Dioxin in Eiern entdeckt

    Wenig später wurden dann in Eiern von zwei weiteren Betrieben in Nordrhein-Westfalen Dioxin entdeckt. Kontrolleure hätten bei Routine-Untersuchungen in den  Betrieben in Duisburg festgestellt, dass zulässige Dioxin-Grenzwerte überschritten worden seien, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums am  Donnerstag in Düsseldorf.

    Offenbar ja. Zunächst waren die Behörden davon ausgegangen, dass letztmalig am 7. März betroffene Eier ausgeliefert wurden und längst verkauft sind. Inzwischen sei aber bekanntgeworden, dass durch einen Etikettierungsfehler Eier auch danach noch in den Handel gelangt seien, erläuterte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf.

    Dioxin-Fund: Welche Folgen hatte er?

    Auch ein Eierhof aus Euskirchen, der Eier des Betriebs aus Ostwestfalen-Lippe bezogen hatte, gab am Donnerstag eine Warnung heraus. Entgegen der bisherigen Einschätzung könnten die verdächtigen Eier auch das Mindesthaltbarkeitsdatum 8. April tragen, teilte die Eierhof Hennes GmbH mit. Zuvor war lediglich vor Eiern mit Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März gewarnt worden.

    Die Betriebe wurde gesperrt und dürfen vorerst keine Eier liefern. Die Behörden untersuchen zudem, ob die betroffenen Betriebe und ein zuständiges privates Labor ihren Meldeverpflichtungen rechtzeitig nachgekommen sind. (AZ)

    Dioxin-Hühnchen und gepanschtes Speiseöl - Lebensmittelskandale in Europa

    GIFTÖL: Mehr als 1200 Menschen starben 1981, nachdem sie gepanschtes spanisches Speiseöl zu sich nahmen. Das Rapsöl, das in Frankreich zu industriellen Zwecken hergestellt worden war, wurde in Spanien als Speiseöl verkauft. Mehr als 20.000 Menschen erlitten Vergiftungen durch das Öl, das mit Anilin verseucht war. Nach dem Skandal brachen die Verkaufszahlen für Olivenöl drastisch ein und erholten sich erst zwei Jahre später wieder.

    BSE: Die Rinderseuche BSE wurde 1986 erstmals bei Kühen in Großbritannien nachgewiesen und breitete sich in ganz Europa aus. Auf dem Höhepunkt der Krise verhängte die Europäische Union 1996 ein Exportverbot für britisches Rindfleisch. Forscher hatten zuvor nachgewiesen, dass der Verzehr von BSE-belastetem Fleisch zur neuen Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen führen kann. Durch die Krankheit, an der in Großbritannien 170 Menschen starben, wird das Gehirn nach und nach wie ein Schwamm durchlöchert.

    DIOXINHÜHNCHEN: 1999 wurde das krebserregende Dioxin in belgischem Hühnerfutter nachgewiesen. Geflügel und Eier aus belgischer Produktion wurden europaweit aus den Ladenregalen verbannt, was die Geflügelindustrie in eine schwere Krise stürzte. Belgien führte daraufhin ein Frühwarnsystem für verunreinigte Futtermittel ein. Als Konsequenz aus dem Skandal wandten sich viele Verbraucher von Eiern und Geflügel aus Massentierhaltung ab.

    VOGELGRIPPE: Vier Jahre nach dem Dioxinskandal ging erneut die Angst vor Geflügelfleisch um. Verantwortlich war die Vogelgrippe, die 2003 in Asien auftrat. Das H5N1-Virus, das die Krankheit auslöst, befällt vor allem Vögel, kann aber auch auf den Menschen übertragen werden und schwere Atemwegsinfektionen auslösen. Mehr als 240 Menschen starben an der Krankheit.

    EHEC: Nach den großen Fleischskandalen ist es nun Gemüse, das für die Verbreitung des lebensgefährlichen Darmkeims EHEC verantwortlich gemacht wird. Zunächst galten spanische Gurken als Quelle des Keims. Inzwischen werden die Erreger in Sprossen, also Gemüsekeimlingen, vermutet. Allein in Deutschland starben bislang mehr als zwanzig Menschen an der EHEC-Epidemie.

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