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TV-Kritik: Tatort: "Bluthochzeit" - Eine Braut mit dunkler Vergangenheit

TV-Kritik

Tatort: "Bluthochzeit" - Eine Braut mit dunkler Vergangenheit

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    Die junge Braut Beate hat etwas zu verbergen. Doch ihre Vergangeheit holt sie ein.
    Die junge Braut Beate hat etwas zu verbergen. Doch ihre Vergangeheit holt sie ein.

    Eine Braut wird entführt. Während der Bräutigam noch glaubt, dass er auf die übliche scherzhafte Probe gestellt wird, weiß Klara Blum: Einer der vier Entführer ist ein kaltblütiger Killer, und sein Ziel ist die Braut.

    Eine Hochzeit gibt genug Stoff für einen blutigen Krimi, dachten sich die Macher des Tatortstreifens "Bluthochzeit", der am Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt wurde. Liebe, Mord und Totschlag, Eifersucht und Intrigen - das alles bekam der Zuschauer, der sich auf den nächsten Fall der Kommissarin Klara Blum einließ. Das idyllische Allgäu diente als geheimnisvoll-gefährliche Krimilandschaft.

    Alles beginnt bei einer Verkehrskontrolle: Ein Häftling, der 14 Tage vor Entlassungstermin ausgebrochen war, schießt mit einem Komplizen einen Polizisten an und verbarrikadiert sich in einer Lagerhalle. Kommissarin Klara Blum (gespielt von Eva Mattes) will die beiden Flüchtigen zum Aufgeben überreden. Doch erfolglos: Der eine kann fliehen, nachdem er seinen Komplizen tötete. Klara hätte den Mord verhindern können und macht sich schwere Vorwürfe.

    Die Spur des Täters führt zu einer Hochzeit im Allgäu. Die Braut wird von vier Männern entführt und keiner ahnt, was Kommissarin Klara weiß: Unter den Entführern ist ein kaltblütiger Killer, der es auf die Braut abgesehen hat.

    Hinzu kommt eine geladene Dreiecksbeziehung zwischen Braut, Bräutigam und seinem Sohn. Denn die dunkle Vergangenheit der Braut holt alle ein.

    "Die Bluthochzeit" ist eine weitere Tatort-Folge, die wie üblich durch gute Schauspieler und Regie überzeugt. Besonders erwähnenswert ist die Leistung von Beate Schmidt-Schaller, die die Rolle der Braut Beate übernimmt. Sie spielt die Frau mit den zwei Gesichtern authentisch und souverän. Eine einsame Berghütte im Allgäuer Wald, fern von jeglicher Zivilisation, als Szenerie zu wählen ist nicht neu, aber wirkt. Krimiliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn der Titel hält was er verspricht.

    Allerdings wirkt die Handlung etwas überladen. Die verschiedenen Erzählstränge greifen nicht immer ineinander. Dass die Kommissarin von Schuldgefühlen geplagt wird, lässt sie zwar menschlicher wirken, ist für die Handlung aber in keinster Weise nötig. Die Beziehung der Brautleute zu Sohn- und Stiefssohn Antonio ist deutlich interessanter und würde die Geschichte alleine tragen. Außerdem wirken die Szenen manchmal überspitzt und stören damit die Dramaturgie. Als Zuschauer schmunzelt man manchmal, anstatt sich zu fürchten.

    Trotzdem ist der Tatort "die Bluthochzeit" empfehlenswert: Sehenswert, wenn auch mit etwas Schmunzelgarantie. Für Krimi- und Tatortfans ein Muss. Mirela Delic

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