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Thomas Feldhofer nach Verfolgungsjagd in gestohlenem Auto gefasst

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Thomas Feldhofer nach Verfolgungsjagd in gestohlenem Auto gefasst

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    Blick auf den Ort der Festnahme des seit Monaten europaweit gesuchten Gewaltverbrechers Thomas Feldhofer. Nach einer Verfolgungsjagd ist der gebürtige Krefelder bei Ratzeburg der Polizei ins Netz gegangen,
    Blick auf den Ort der Festnahme des seit Monaten europaweit gesuchten Gewaltverbrechers Thomas Feldhofer. Nach einer Verfolgungsjagd ist der gebürtige Krefelder bei Ratzeburg der Polizei ins Netz gegangen, Foto: Christian Nimtz dpa

    Deutschlands meistgesuchter Gewaltverbrecher Thomas Feldhofer ist gefasst. Er wurde gestern im Großraum Lübeck festgenommen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Am Samstag soll er in Hamburg ein Fluchtfahrzeug gestohlen haben, wie der stellvertretende Sprecher der Behörde, Alexander Bartle, weiter sagte.

    Feldhofer: Durch Raubzüge zum meistgesuchten Serientäter geworden

    Serien-Bankräuber Thomas Feldhofer ist wegen eines Raubzugs durch Deutschland und einer Geiselnahme zu einem der meistgesuchten Serientäter in der Bundesrepublik geworden.

    Bei Thomas Feldhofer saß die Pistole stets locker. Der gewaltbereite Serienverbrecher schreckte offenbar vor kaum etwas zurück. An einem Grashügel am Straßenrand nahe Ratzeburg in Schleswig-Holstein hat Thomas Feldhofers monatelange Flucht nun ein Ende gefunden.

    Thomas Feldhofer: Lange keine heiße Spur

    Zuvor hatte sich Thomas Feldhofer noch eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert - in einem Auto, das er zuvor einem Autofahrer gestohlen hatte. Dem Opfer hielt er Samstagabend an einer roten Ampel in Hamburg-Hamm die Pistole an den Kopf.

    Wer ist der gebürtige Krefelder, der die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte und die Polizei über Monate hinweg in Atem hielt? Der 46 Jahre alte Thomas Feldhofer wurde bis Sonntag als einer der meistgesuchten Verbrecher Deutschlands beschrieben. Noch Anfang Januar war in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" nach ihm gefahndet worden - ohne heiße Spur.

    Wegen acht Banküberfällen im Gefängnis

    Feldhofer saß von 2001 bis 2008 wegen acht Banküberfällen im Gefängnis. Er war auf Bewährung freigekommen. Danach setzte er seine kriminelle Karriere fort. Der Verbrecher gilt nach Erkenntnissen der Polizei als Einzelgänger, der nur unregelmäßig Kontakt zu seinen Bekannten aufnahm.

    In der Vergangenheit soll er mehrfach durch Europa gereist sein. Er gilt als "Zocker", der immer wieder Geld benötigte. Auf jeden Fall war er äußerst mobil. Zeitweise nutze er auch öffentliche Verkehrsmittel. Feldhofer soll sich laut Polizei in Waldgebieten versteckt haben.

    Thomas Feldhofers Überfälle: Filmreif und brutal

    Die Überfälle waren ebenso filmreif wie brutal. Bei einer Kontrolle in Krefeld rammte sich Feldhofer im Dezember den Weg in einem gestohlenen Auto frei. Im Kugelhagel der Beamten konnte er fliehen, nachdem er mit Vollgas auf einen Beamten zugefahren war. Feldhofer soll auch in Meerbusch bei Düsseldorf ein Seniorenehepaar überfallen haben. Die Beute war aber nur die Haushaltskasse.

    Überhaupt stehen Beute und Gewalteinsatz des Serientäters nicht immer im Verhältnis zueinander. Nach einem Überfall auf ein Elektrogeschäft in Kronberg im Taunus soll Feldhofer sogar einen Linienbus und ein Auto gekapert haben.

    Fahndung nach Feldhofer: Peinliche Pannen

    Auch peinliche Pannen begleiteten die Fahndung nach Feldhofer. So parkte er seinen Fluchtwagen um die Jahreswende tagelang in Berlin. Ein Beamte soll zwar das eingeschlagene Seitenfenster abgeklebt, aber das Kennzeichen nicht überprüft haben. Erst als der Wagen eine Woche später immer noch an gleicher Stelle parkte, kam bei der Kennzeichen-Abfrage heraus, dass es sich um Feldhofers Fluchtwagen handelte. dpa/ AZ

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