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Trauung von Albert II. von Monaco: Fürstenhochzeit: Große Erwartungen an Charlene - Hält sie dem Druck stand?

Trauung von Albert II. von Monaco

Fürstenhochzeit: Große Erwartungen an Charlene - Hält sie dem Druck stand?

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    Auf der neuen Fürstin liegen große Hoffnung: Sie soll nicht nur Thronfolger zur Welt bringen, sondern auch das Image von Monaco aufpolieren.
    Auf der neuen Fürstin liegen große Hoffnung: Sie soll nicht nur Thronfolger zur Welt bringen, sondern auch das Image von Monaco aufpolieren. Foto: dpa

    Angspannt und gar ängstlich wirkte Charlene von Monaco bei ihrer Hochzeit mit Fürst Albert II. Für eine echte "Märchenhochzeit" kamen die großen Gefühle ein wenig zu kurz. Erst als die standesamtliche und die kirchliche Hochzeit vorbei war, fiel die Anspannung von der Braut ab. Die neue Fürstin Charlene brach in Tränen aus, als sie ihren Brautstrauß zu Ehren der Schutzpatronin von Monaco ablegte. Albert wirkte ein bisschen verlegen, doch das Volk applaudierte aufmunternd. Auch die öffentlichen Küsse der beiden werden wohl nicht in die Geschichte der leidenschaftlichsten Hochzeitsszenen eingehen.

    Nun kommt noch mehr Druck auf die ehemalige Profischwimmerin zu. Ihre Aufgaben: Sie soll einen Thronfolger zur Welt bringen und das Image von Monaco aufpolieren.

    Während der Hochzeitsfeier hielten sich hartnäckig Gerüchte, dass sich Charlene kurz vor der Hochzeit trennen wollte. Der Palast hatte dies scharf dementiert. Wollte Charlene wirklich die Feier platzen lassen und nach Südafrika verschwinden? Gab es wirklich einen Streit, ausgelöst durch intensiven Vorbereitungsstress?

    Doch das perfekt inszenierte, glanzvolle Fest, die wunderschöne Braut mit ihrer 20-Meter-Schleppe, die Staatsgäste und extravagant gekleideten Prominente - all dies ließ Zweifel am dauerhaften Glück der beiden in den Hintergrund treten. Der Einzug der Gäste über den roten Teppich erinnerte stark an das Ritual der Filmfestspiele von Cannes. Mit den meisten Beifall bekam Modeschöpfer und Monaco-Freund Karl Lagerfeld. 

    Monaco wartete lange darauf, dass sich Albert endlich zur katholischen Ehe entschloss - die Voraussetzung für einen legitimen Thronfolger. "Jetzt hoffen wir, dass sie schnell Kinder bekommen", war in Monaco immer wieder zu hören gewesen. Albert (53) hat zwei uneheliche Kinder anerkannt und nicht ausgeschlossen, dass es noch andere geben könnte. Der Fürst und Charlene kennen sich seit elf Jahren.

    Aus der Weltklasse-Schwimmerin mit den muskulösen Oberarmen ist eine zarte, zerbrechlich wirkende junge Fürstin geworden, die das strenge Protokoll des Fürstenhauses ganz verinnerlicht hat. In den vergangenen Jahren ist sie Alberts verstorbener Mutter Grace Kelly immer ähnlicher geworden. Ihre blonden Haare trägt sie gern im Nackenknoten. Zudem seien ihre Lippen voller und die Nase feiner geworden, bemerken französische Medien.

    Von der 33 Jahre alten Charlene wird nun viel erwartet: Sie soll nicht nur den ersehnten Thronfolger auf die Welt bringen. Viele Monegassen hoffen auch, dass sie das Image des Fürstentums und der Grimaldi-Familie aufpoliert. Dem Ministaat haftet immer noch das Image der Steueroase für Superreiche an. Und die Fürstenfamilie lieferte der Presse mit weniger glücklichen Ehen, tragischen Unfällen und mit Alberts unehelichen Kindern reichlich Schlagzeilen. Alberts Schwestern Caroline und Stéphanie haben beide gescheiterte Ehen hinter sich.

    Albert hatte seit seiner Amtsübernahme darauf hingearbeitet, Monaco als einen modernen Staat zu präsentieren, der sich nicht zuletzt dem Umweltschutz verschrieben hat. Dabei soll die elegante Charlene ihm nun helfen. Aber wie modern kann eine konstitutionelle Erbmonarchie sein, in der die Staatsangehörigkeit über den Vater vererbt wird? Dass Katholizismus Staatsreligion ist, macht die Sache nicht einfacher.

    "Sie weiß, auf was sie sich eingelassen hat", meinte eine Monegassin, die die Hochzeit auf einem der Großbildschirme in der Stadt verfolgt hat. "Fürstin sein ist ein Beruf, der einem viel abverlangt." dpa

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