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US-Soldat nach fünf Jahren frei: Bowe Bergdahl: Taliban zeigen Video von der Freilassung

US-Soldat nach fünf Jahren frei

Bowe Bergdahl: Taliban zeigen Video von der Freilassung

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    Der 28-jährige Bowe Bergdahl war seit Ende Juni 2009 festgehalten worden.
    Der 28-jährige Bowe Bergdahl war seit Ende Juni 2009 festgehalten worden. Foto: Intelcenter (dpa)

    Auf dem Video sind dramatische Szenen während der Übergabe Bowe Bergdahls an die US-Armee zu sehen. Der Soldat war vor fünf Jahren von den Taliban in Afghanistan entführt worden. "Komm nie wieder nach Afghanistan. Das nächste Mal wird dich niemand freilassen", sagt einer der bewaffneten Kämpfer zu Bergdahl während der 17-minütigen Aufnahme.

    In dem Film ist zu sehen, wie ein US-Militärhubschrauber in einem afghanischen Dorf landet. Wenige Schritte entfernt wartet der nervös wirkende Bergdahl in Begleitung seiner Bewacher, die eine weiße Fahne schwenken. Nach einem Handschlag und einem kurzen Austausch zwischen den Aufständischen und den US-Soldaten bewegt sich Bergdahl zögernd auf den Hubschrauber zu, bevor er schließlich ausgeflogen wird.

    Das Video ist mit religiöser Musik und "Allahu Akbar"-Rufen (Gott ist groß) unterlegt. Eine männliche Stimme kommentiert die Geschehnisse. Demnach fand der Austausch in der ostafghanischen Provinz Chost statt. Die Echtheit des Videos konnte zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

    Bergdahl wird in Kaiserslautern medizinisch versorgt

    Der mittlerweile 28 Jahre alte Bergdahl wird derzeit im US-Militärkrankenhaus Landstuhl bei Kaiserslautern behandelt. Sein Gesundheitszustand sei stabil, erklärten die Ärzte am Dienstagabend. Seine Genesung mache weiter Fortschritte. Wie lange Bergdahl in Deutschland behandelt werde, lasse sich noch nicht absehen.

    Der US-Soldat war am Samstagabend auf freien Fuß gesetzt worden. Im Gegenzug ließ Washington fünf ranghohe afghanische Taliban-Mitglieder aus dem Gefangenenlager Guantanamo frei. Mehrere republikanische Kongressabgeordnete übten scharfe Kritik an der Abmachung mit den Taliban. Sie werfen dem Weißen Haus vor, mit "Terroristen" verhandelt und einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen zu haben.

    Afghanistan: US-Soldat verschwand unter rätselhaften Umständen von seinem Posten

    Der Gefangenenaustausch ist auch deshalb umstritten, weil Bergdahl im Juni 2009 unter zweifelhaften Umständen von seinem Posten nahe der afghanisch-pakistanischen Grenze verschwand.

    Kameraden werden Bergdahl vor, desertiert zu sein

    Einige seiner damaligen Kameraden werfen ihm US-Medien zufolge vor, desertiert zu sein. Bergdahl wollte demnach nach Indien flüchten. Vor seinem Verschwinden soll er sich kritisch über den Einsatz in Afghanistan geäußert haben. Mindestens sechs US-Soldaten kamen Medienberichten zufolge bei der Suche nach dem Vermissten ums Leben.

    US-Generalstabschef Martin Dempsey machte deutlich, dass Bergdahl für etwaige Verfehlungen disziplinarisch belangt werden könne. Der Generalstabschef betonte aber, dass auch für Bergdahl die Unschuldsvermutung gelte.

    Heimatort in Idaho kann Willkommensfeier nicht stemmen

    Der Heimatort Bowe Bergdahls hat die für ihn geplante Willkommensfeier aus Gründen "öffentlicher Sicherheit" abgesagt. Der 8000 Einwohner zählende Ort Hailey im Staat Idaho besitze nicht die nötige Infrastruktur, um dem Ansturm von Unterstützern und Gegnern des umstrittenen Gefangenenaustauschs gerecht zu werden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

    Wegen des großen Medienechos gingen viele Amerikaner mittlerweile davon aus, dass die Feier als eine Art "Militärparade" gedacht sei, hieß es. Wann der 28-Jährige seine Heimreise aus Deutschland antreten kann, ist noch unklar. (afp, dpa)

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