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Unter Vergewaltigungsverdacht
04.08.2011

Air France setzte bei Strauss-Kahn nur männliche Stewards ein

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn dpa

Angeblich soll der frühere IWF-Chef Strauss-Kahn gewohnheitsmäßig Stewardessen belästigt haben. Nun äußert sich die Air France dazu.

Die französische Fluggesellschaft Air  France hat einem Pressebericht widersprochen, nach dem der unter  Vergewaltigungsverdacht stehende ehemalige IWF-Chef Dominique  Strauss-Kahn gewohnheitsmäßig Stewardessen belästigt haben soll. In  einem förmlichen Dementi wies Air France am Donnerstag die  Behauptung zurück, das Unternehmen habe deshalb bei Flügen mit  Strauss-Kahn nur noch männliche Flugbegleiter in der Ersten Klasse  eingesetzt. Die französische Tageszeitung "Le Parisien" hatte zuvor  unter Berufung auf einen anonymen Brief berichtet, der  Luftfahrtgesellschaft lägen "einige hundert Beschwerden von Kunden,  Mitarbeitern, Besatzungsmitgliedern" gegen den Franzosen vor, der  in den USA ein Zimmermädchen sexuell angegriffen haben soll.

In dem am 17. Juli abgestempelten Brief aus Kanada an die  Anwälte des Zimmermädchens steht laut "Parisien", Air France sei  schon vor dem Skandal im Mai dazu übergegangen, die  Flugbegleiterinnen von Strauss-Kahn fernzuhalten und nur noch  männliche Stewards im First-Class-Bereich einzusetzen, "wenn dieser  Kunde mitfliegt". Die für das Zimmermädchen tätigen  US-Rechtsanwälte Kenneth Thompson und Douglas Wigdor suchen der  Zeitung zufolge unter den Flugbegleiterinnen der Air France nach  Zeugen, die sich von Strauss-Kahn "gestört, belästigt oder  angegriffen" gefühlt hätten - mindestens zwei Aussagen lägen den  Anwälten bereits vor. Für eine Nachfrage waren die Rechtsanwälte  zunächst nicht zu erreichen.

Gewerkschaftsvertreter wiesen den Bericht zurück. Zwar habe es  in verschiedenen Interneteinträgen von Air-France-Stewardessen  "Gerüchte" gegeben, sagte der Vorsitzende einer Gewerkschaft, der  nicht namentlich genannt werden wollte. Es sei aber niemals eine  Anzeige erstattet worden. Auch die Gewerkschaften SNPNC, UNSA und  CGT erklärten, ihnen sei kein unangemessenes Verhalten seitens  Strauss-Kahn bekannt. afp

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