Ein Taucher ist vor der australischen Westküste von einem Hai angegriffen und getötet worden. Nach Angaben der Polizei soll es ein vier Meter langer weißer Hai gewesen sein. Der 33 jahre alte Vater zweier Kinder war am Samstag zusammen mit seinem Bruder in der Nähe von Busselton, rund 200 Kilometer südlich der Millionenmetropole Perth, getaucht. Plötzlich wurde er von einem Hai angegriffen. Dem Bruder gelang es noch, den verletzten 33-Jährigen nach dem Angriff des weißen Hais an Bord ihres Bootes zu bringen. Aber der 33-Jährige verblutete, bevor sie Busselton erreichten. Sein Tod ließ Rufe nach der Tötung von Haien in Küstennähe laut werden.
Tödlicher Angriff: Es war wohl ein weißer Hai
Wie eine Polizeisprecherin sagte, habe der Bruder die Leiche mit Hilfe der Besatzung eines herannahenden Bootes zurück an den Strand gebracht. Ein Vertreter der Fischereibehörden erklärte, es habe sich bei dem angreifenden Tier aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Weißen Hai gehandelt.
Der Vorfall war bereits der vierte tödliche Hai-Angriff vor der Westküste Australiens seit September 2011. Damals war ein Surfer bei Dunsborough ums Leben gekommen. Im Oktober wurde ein US-Bürger beim Tauchen vor der Küste von Perth von einem Hai attackiert und getötet. Nur wenige Tage zuvor war ein 64-jähriger Australier bei seinem täglichen Morgenbad im Meer ebenfalls Opfer eines Hais geworden.
Angesichts der Serie von Hai-Angriffen wurden Rufe laut, Haie in Küstennähe und vor beliebten Stränden zu töten. Der Regierungschef des Bundesstaates Western Australia, Colin Barnett, schloss dies aber aus. Es sei nicht möglich, den Menschen immer zu beschützen. Der Ozean sei der natürliche Lebensraum des Hais. Haie sind vor der australischen Küste nichts Ungewöhnliches. Es kommt aber insgesamt nur selten zu Angriffen auf Menschen. afp/AZ