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Von Knochenbrüchen nicht erholt: Hansjörg Felmy: Beisetzung im engsten Familienkreis

Von Knochenbrüchen nicht erholt

Hansjörg Felmy: Beisetzung im engsten Familienkreis

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    Hansjörg Felmy: Beisetzung im engsten Familienkreis
    Hansjörg Felmy: Beisetzung im engsten Familienkreis

    Die Beisetzung Felmys wird im engsten Familienkreis stattfinden. "Es soll keine öffentliche Beerdigung geben", sagte Felmys Kollege und Freund, Peter Fricke.

    Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge hatte Felmy vor einem Jahr sein Testament gemacht und darin ein Urnenbegräbnis im allerengsten Kreis verfügt. Er will demnach unter einem Baum und ohne Grabstein beerdigt werden.

    Öffentlich soll der Abschied Am 21. Oktober vollzogen werden. Dann wird es im Theater "Komödie im Bayerischen Hof" in München eine Gedenkfeier geben. Wie die Veranstaltung ablaufen soll, sei aber noch nicht klar, sagte die Sprecherin des Theaters, Beatrix Janker, am Dienstag auf ddp-Anfrage. Denkbar wären eine Lesung von Kollegen Felmys oder kurze Filmausschnitte mit ihm. Beginn sei 11.00 Uhr.

    Wie Fricke von der Frau Felmys erfuhr, starb der ehemalige "Tatort"-Kommissar bereits am vergangenen Freitag zu Hause in Niederbayern. Er wurde 76 Jahre alt. Felmy litt an Osteoporose. Im vergangenen Jahr laborierte er an mehreren Lenden- und Brustwirbelbrüchen, von denen er sich nicht wieder erholte.

    Sein Debüt als Bühnenschauspieler feierte Felmy 1949 als Arbeiter in "Des Teufels General". Seinen Durchbruch als Filmdarsteller schaffte er 1957 mit "Haie und kleine Fische". Als Essener TV- Kommissar Haferkamp drehte er später 20 "Tatorte". In der Rolle des eckigen, hartnäckigen, häufig übel gelaunten Kommissars kannten ihn zahlreiche Krimi-Fans.

    Schon vor einigen Jahren beendete Felmy seine Schauspielkarriere. Zuletzt war er Anfang der 90er Jahre in der ZDF-Vorabendserie "Hagedorns Tochter" zu sehen. Seine Filmtochter Anja Kling reagierte mit Betroffenheit auf die Nachricht vom Tod Felmys: "Wir haben während der Serie eine Vater-Tochter-ähnliche Freundschaft aufgebaut, die über die Serie hinausging", sagte die Schauspielerin der dpa. Es habe auch in den letzten Jahren immer wieder "Kontakt zu Hannes gegeben. Er war ein großartiger Schauspieler und Kollege, der mir Mut gemacht hat, bei der Schauspielerei zu bleiben."

    Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) würdigte Felmy am Dienstag als "großen Schauspieler und kritischen Geist". "Unvergessen ist er und wird er bleiben als Kommissar Haferkamp", sagte Intendantin Monika Piel in Köln. In der WDR-"Tatort"-Reihe habe er von 1974 bis 1980 den "sympathisch-unangepassten, grummelnden Essener Kommissar im zerknitterten Regenmantel" gespielt. Felmy sei aber auch als einer der großen Nachkriegs-Kinostars unvergessen. Für den WDR stand er zuletzt 1990 für die Serie "Abenteuer Airport" vor der Kamera.

    Schauspielerkollege Ezard Haußmann, mit dem Felmy für "Abenteuer Airport" spielte, sagte, er sei derzeit nicht in der Lage zu arbeiten. "Hansjörg ist für mich wie ein Bruder gewesen. Er hatte eine von Gott begnadete Ausstrahlung, verbunden mit hoher Anständigkeit und Integrität. Niemals hat er, wie es sonst in unserem Beruf oft vorkommt, über andere hergezogen. Seine lange Krankheit hat er mit viel Kraft und Würde ertragen."

    Der WDR zeigt an diesem Mittwoch (29.8.) im Spätprogramm (23.15 Uhr) den "Tatort"-Titel "Zweikampf". In der kommenden Woche strahlt der WDR am Mittwoch in der Reihe "Menschen hautnah" den Film "Gearbeitet habe ich noch nie!" (22.30 Uhr) aus.

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