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Weihnachten 2016
29.11.2016

Deko-Trends zum Fest: Ohne Kitsch geht es nicht

Dieses Jahr hat man die Wahl: Entweder man setzt, wie in diesem Bild, auf das Schrille und wählt petrolfarbene Kugeln mit Federn, ...
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Dieses Jahr hat man die Wahl: Entweder man setzt, wie in diesem Bild, auf das Schrille und wählt petrolfarbene Kugeln mit Federn, ...
Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Pietro Sutera

In der Adventszeit ist es dieses Jahr ähnlich wie in der Mode: Altbekanntes kommt zurück – etwa das Räuchermännchen. Aber ohne Kitsch geht es nicht.

Beginnen wir diesen Text doch mit einer guten Nachricht für all jene, die ihre Weihnachtsartikel-Sammlung seit langem nicht erweitert haben: Sie sind dieses Jahr voll im Trend. Denn ähnlich wie in der Mode oder der Inneneinrichtung gilt dieses Jahr auch in der Vorweihnachtszeit: Was es schon mal gab, kommt zurück – nur etwas peppiger. Nüsse, Nussknacker und Räuchermännchen sind wieder da. Ja, die bärtigen, qualmenden Kerlchen schaffen es heuer runter vom Dachboden und rein ins Wohnzimmer.

Jedes Jahr trifft sich schon kurz nach Weihnachten das Fachpublikum auf der Messe Frankfurt bei der Ausstellung „Christmas World“. Für sie suchen Trendbeobachter nach neuen Entwicklungen und was Hersteller dort zeigen, steht in der darauffolgenden Weihnachtssaison in den Läden. Dieses Jahr fiel vor allem eines auf: die Rückbesinnung auf Traditionelles. „Obwohl den gestalterischen Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt sind, mögen es die Europäer lieber traditionell. Beliebt ist, was vertraut ist“, so lautete das Fazit der Veranstalter. Das gilt natürlich nicht nur für Räuchermännchen – auch bei Farben und Kugeln kommt Altbekanntes wieder. Aber, keine Sorge, wer gerne Neues ausprobiert, kann sich auch heuer nach aktuellen Trends richten.

Hersteller setzen auf Rot und Grün

Viele Hersteller setzen auf Rot und Grün – kombiniert wird das mit Schwarz (nicht ganz so traditionell) und Gold. Überhaupt haben die Trendexperten von der Messe Frankfurt beobachtet, dass Metallic-Töne angesagt sind: also Gold, Silber, Roségold und vor allem Kupfer. „1997 haben wir Kupfer als Farbe eingeführt. Das war eine Bauchlandung. Jetzt nimmt die Farbe langsam Fahrt auf“, sagt etwa Christian Schmidt von der Hamburger Firma „Gift Company“, einer von mehr 950 Ausstellern auf der „Christmas World“. Ansonsten ist Weiß populär. Wer es ein wenig (aber wirklich nur ein wenig) peppiger mag, der liegt heuer mit den Farben Altrosa und Petrol richtig.

Während in den vergangenen Jahren immer verrücktere Formen auf den Markt kamen, etwa Flamingos, Brezen oder Schuhe, kehren nun traditionelle Kugeln zurück. Das heißt: Tannenzapfen und schlichte runde Glaskugeln zieren den Baum – gerne in einer der angesagten Farben oder mit Fell und Federn.

Nachfrage nach LED-Kerzen steigt

9,5 Milliarden Lichter erhellen in der Weihnachtszeit die deutschen Häuser, zeigt eine aktuelle Umfrage. Der Handel setzt auf LED-Lichterketten, gerne eingebunden in Kugeln oder Drahtsternen. Auch die Nachfrage nach LED-Kerzen mit flackernden Flammen sei gestiegen, heißt es von den Organisatoren der „Christmas World“. Normale Kerzen sind aber nach wie vor beliebt – heuer gerne in Weiß oder Metall-Optik.

Neben Räuchermännchen und Nussknackern ist dieses Jahr noch ein anderer Klassiker gern gesehen: der Stern. Er ziert – so wie Eichhörnchen, Rentiere, Pinguine und Eisbären – Kerzen, Windlichter, Kissen und Christbaumkugeln.

Da der Text schon mit einer guten Nachricht begonnen hat, endet er mit einem kleinen Schock. Ohne Kitsch und Absurdes geht es in der Weihnachtszeit offenbar nicht. Die Weihnachtstrend-Beobacher sagen nämlich: Plastiktannen finden immer besseren Absatz. Das alleine ist ja schon schlimm. Die Verkaufsschlager sind aber nicht einmal Grün, sondern Schwarz, Blau und Neonpink. Dann doch lieber Räuchermännchen. (mit dpa)

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