Orkantief "Uli", das über weiten Teilen des Landes heftigen Wind brachte und über den Bergen und Küsten mit Orkanböen bis zur Stärke 12 hinwegfegte, scheint nur der Vorgeschmack zu sein. Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge wird in der Nacht auf Mittwoch ein weiteres Sturmtief über Schottland und Südskandinavien hinweg bis zur Ostsee ziehen. Dieser Sturm, genannt "Andrea", beeinflusst dann vor allem die Nordhälfte Deutschlands.
Bayern bleibt vom größten Sturm verschont
Das Hauptsturmfeld trifft weite Teile Deutschlands, nur der Südosten bleibt von den größten Windgeschwindigkeiten verschont. In der Nacht zum Mittwoch gibt es deshalb verbreitet stürmische Böen bis zur Windstärke 8, Sturmböen der Windstärke 9 und in freien Lagen können schwere Sturmböen um die 100 Stundenkilometer auftreten. In Kamm- und Gipfellagen des Berglandes sowie an den Küsten muss sogar mit orkanartigen Böen oder Orkanböen der Windstärke 12 gerechnet werden.
DWD-Meteorologe Ansgar Engel sagte für dieses Tief vorraus: "Allgemein sieht der Sturm am Donnerstag nach aktuellen Berechnungen noch etwas giftiger aus als der aktuelle." Die Gefahr orkanartiger Böen bis in die Niederungen sei durchaus auch im Binnenland gegeben.
Nach dem Sturmtief am Donnerstag soll auch wieder kältere Luft nach Deutschland kommen. Für die Mittelgebirge und Richtung Alpen prophezeit Engel dann winterliche Temperaturen. Allerdings kommen diese nicht bis ins norddeutsche Flachland.