Seit Ende Mai fährt eine Spezialfirma im Auftrag von Microsoft durch deutschen Städte und filmt die Straßen für den 360-Grad-Kartendienst "Streetside". Bundesbürger können ab heute, 1. August, Widerspruch einlegen, wenn sie ihre eigenen Häuser oder Wohnungen nicht veröffentlicht haben wollen. Dafür will der Computerkonzern Microsoft im Internet ein Formular bereitstellen, das jedem Vorab-Widersprüche ermöglicht. Microsoft hatte sich ursprünglich geweigert, einen Vorab-Widerspruch anzubieten. Der Konzern gab jedoch dem Druck der Datenschützer nach.
"Streetside" in Konkurrenz zu "Street View"
Microsoft will mit "Streetside" mit "Street View" des Internetkonzerns Google konkurrieren. Bereits im Herbst sollen die ersten deutschen Städte online stehen.
Microsoft will mindestens vier Wochen im Voraus auf seiner Internetseite bekanntgeben, wann eine Fahrt ansteht. Insgesamt sollen in Deutschland etwa 150.000 Streckenkilometer fotografiert werden. Die ersten Städte in denen bereits gefilmt wurde, waren Nürnberg, Fürth und Erlangen. Es folgten München, Ingolstadt und Regensburg. Derzeit geht es in Stuttgart weiter. Neben Deutschland fahren diese Fahrzeuge auch durch Städte in Großbritannien und Frankreich - abhängig vom Wetter.
In den USA startete "Streetside" bereits im Jahr 2009. Derzeit sind 56 Städte dabei, darunter auch einige in Kanada. dapd/AZ