Der wegen Betrugs vorbestrafte 60-Jährige hatte in einer E-Mail gedroht, Maschmeyer und Ferres könnten sich in der Öffentlichkeit ihres Lebens nicht mehr sicher sein, wenn sie nicht zahlten. Der Erpresser hatte sich dabei als geschädigter Anleger bezeichnet. "Wenn Sie sich weigern, uns unser Geld zurückzugeben, wird das auch Frau Ferres zu spüren bekommen", hieß es in der E-Mail des Mannes an Maschmeyer. Zugleich forderte er 2,5 Millionen Euro.
Maschmeyer schaltete Polizei ein
Der Unternehmer, Gründer des Finanzdienstleisters AWD, ging zum Schein auf die Forderungen ein, schaltete aber sofort die Polizei ein. Bei einer fingierten Geldübergabe in Münster schnappten die Beamten im vergangenen Dezember dann den Erpresser, einen Mann aus dem nordrhein-westfälischen Grevenbroich.
Bei seiner Tat hatte sich der hoch verschuldete Mann allerdings eher unprofessionell verhalten, berichtete der Gerichtssprecher. So nutzte er für die Geldübergabe-Verhandlungen sein Handy, das ganz offiziell auf seinen Namen angemeldet war.
Polizei griff bei Geldübergabe zu
Auch bei der Geldübergabe habe er zunächst mehrfach unterschiedliche Ansagen gemacht. Zunächst wollte er die 2,5 Millionen Euro an der Raststätte Rhynern an der Autobahn A2 abholen, später ließ er das Geld in einer Buchhandlung in Münster platzieren. Dort griff die Polizei schließlich in der Innenstadt zu.
Als Motiv nannte der Mann seine wirtschaftliche Notlage. So habe er durch AWD-Immobilienanteile hohe Verluste gemacht. dpa