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Cerealien: Gesundes Müsli: Weizenpops im Test durchgefallen

Cerealien

Gesundes Müsli: Weizenpops im Test durchgefallen

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    Welches Müsli ist am besten?
    Welches Müsli ist am besten? Foto: Manfred Sendlinger

    Je süßer, desto besser, lautet die Devise der Kinder am Frühstückstisch. Das Motto der Eltern lautet dagegen "Hauptsache gesund!". Sie einigen sich mit ihren lieben Kleinen daher häufig auf Weizenpops.

    Jetzt muss Ersatz her, denn die Cerealien fielen im Ökotest durch. Das Ergebnis: Die Honig-Cerealien sind viel zu süß und in vielen steckt das Krebsgift Acrylamid.

    16 Cerealien wurden getestet, die Hälfte der konventionellen Produkte fällt mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Und auch die sechs Produkte mit dem Prädikat "gut" können die Tester nicht für jeden Tag empfehlen. Denn mit bis zu 48 Prozent Zuckeranteil gleichen die Pops eher einer Süßigkeit, als einem Frühstück.

    Falls ihre Kinder auf die Honig-Mahlzeit nicht verzichten möchten, greifen sie zu diesen Produkten: "Allos Dinkel Honig-Poppies" von Allos, "Alnatura Weizen gepufft" von Alnatura und "Rewe Bio Dinkel Pops" von Rewe (alles Bio-Produkte) überzeugten die Tester. Das Ergebnis: "gut".

    Ökotest empfiehlt auch die Pops "Crownfield Golden Puffs" von Lidl, "Hahne Poppies" von Hahne und "Kölln Zauberfleks Honig" von Kölln.

    Einen großen Bogen sollten die Eltern dagegen um folgende Produkte machen: "Granola Bee Pops" von Penny, "Gut & Günstig Honey Wheat" von Edeka, "Kellogg's Smacks" von Kellogg und "Korn Mühle Honey Wheat" von Netto. Alle vier Cerealien erhalten das Pädikat "ungenügend".

    Bis auf "Kelloggs's Smacks" zeichneten sich die Letztplatzierten nicht nur durch einen hohen Zuckergehalt, sondern auch durch einen erhöhten Acrylamidwert aus. Der Stoff wirkt im Tierversuch krebserregend.

    Auch warnt Ökotest vor den Hinweisen "enthält Vitamine" oder "mit Eisen". Solch einen Zusatznutzen gebe es nicht. Ein Zuviel an Eisen kann sogar gefährlich sein - das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb von einem Zusatz in Lebensmitteln ab.

    Spannend: Kinder lieben Weizenpops, weil sich bei ihnen die Geschmacksempfindung "süß" erst bei einer Zuckerkonzentration von 8,6 Gramm Pro Liter einstellt (entspricht etwa der Süße einer Limonade). Kinder sind also weniger empfindlich, weil sie noch kein Geschmacksarchiv haben, mit dessen Hilfe sie die geschmacklichen Eindrücke abgleichen können.

    Lohnende Alternativen sind Vollkornflocken mit Naturjoghurt oder Milch und frischen Früchten. Die Kinder können ihr Frühstück mit Honig nachsüßen, oder man kann auch einen Schuss Fruchtjoghurt oder Marmelade zugeben. AZ

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