Unter den Tieren dieser Welt ist das Zebra der Punk. Das Pferd trägt Schwarz-Weiß in psychedelischen Längsstreifen. Es bürstet sich das Haar auf Krawall und Irokese. Nur ein paar mutigen Menschen in Deutschland scheint diese Erscheinung noch nicht auffällig genug – sie wollen jetzt dem Zebramuster einen neuen Dreh geben. Nicht am Tier selbst. Auch nicht in der Mode. Sondern im Verkehr.
Eine Initiative in Erfurt will den Zebrastreifen drehen
Eine Initiative aus Erfurt will den Zebrastreifen neu erfinden. Ihr Plan ist, die Standard-Markierung an Fußgängerüberwegen zu drehen – um 90 Grad. Autofahrer hätten damit keine Längsstreifen mehr vor der Nase, sondern plötzlich Querstreifen, und die wirken auf das Auge wie Trennlinien, wie Stoppsignale. „Es ist ein psychologischer Effekt“, argumentiert Stefan Peter Andres von der Fachhochschule Erfurt. In seinem Seminar „Spaziergangwissenschaften“ hatte er Studenten die Aufgabe gestellt, den Zebrastreifen neu zu denken. Sie forschten, befragten Passanten, ein Ortsteilbürgermeister von Erfurt will die neuen Streifen in seinem Viertel testen.
Versuchen Sie, einen neuen Dreh im Leben zu finden!
Klingt etwas ... verquer? Aber es war ja auch eben noch Fasching, unten oben und der Schelm ein König, also warum nicht diesen mutigen Dreh noch weiterdrehen, bis ins Private. Einmal die Unterhose des Gatten, die man sonst jeden Morgen im perfekten Winkel auf den Nachtkasten bereitlegt, um 90 Grad drehen – ein Hallowach-Signal, eine Aufgabe für die Koordination. Oder rotieren Sie die Fernsehschrankwand kurz vor „Sportschau“ um 180 Grad und warten Sie ab, was passiert! Oder machen Sie sich die Mühe und den Spaß, drehen sie Ihr gesamtes Haus einmal um 360 Grad. Seien Sie Punk. Seien Sie Erfurt. Seien Sie Zebra.
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