Wie die Bergretter aus Bad Hofgastein mitteilen, war ein 51-jähriger Tscheche beim Abstieg vom 2385 Meter hohen Geißkarkopf im Gemeindegebiet von Bad Hofgastein auf rund 1650 Meter Seehöhe in äußerst steiles und unwegsames Absturzgelände geraten.
Geißkarkopf: Bergwanderer ruft Bekannte an, diese setzen den Notruf ab
Der Bergwanderer war laut dem Einsatzleiter der Bergrettung Bad Hofgastein nicht verletzt. Der Mann hatte sich verirrt, er konnte weder vor noch zurück und verständigte gegen 21.00 Uhr telefonisch Bekannte. Diese setzten daraufhin einen Notruf ab.
Ein Voraustrupp der Bergrettung Bad Hofgastein konnte unter schwierigsten Bedingungen in Richtung des Wanderers aufsteigen. Gleichzeitig sicherten weitere Einsatzkräfte den Anstieg und brachten zusätzliches Rettungsmaterial nach.
Wegen des sehr steilen, unwegsamen Geländes und des langen und gefährlichen Zustiegs forderten die Bergretter um 21.35 Uhr den nachtflugtauglichen Notarzthubschrauber C14 an. Zusätzlich unterstützte die Bergrettung Bad Gastein den Einsatz mit Spezialbeleuchtung.
Der Hubschrauber traf gegen 22.30 Uhr am Einsatzort ein. Zehn Minuten später wurde der Flugretter mittels Seilwinde beim Wanderer abgesetzt. Kurz vor 23.00 Uhr konnte der Mann schließlich mittels Seilwinde gerettet und sicher ins Tal gebracht werden.
Rettung am Geißkarkopf: Auch Bergretter müssen per Helikopter geborgen werden
Da sich auch die Bergretter in äußerst schwierigem und exponiertem Gelände befanden, wurden die fünf Mitglieder des Voraustrupps im Anschluss durch den Hubschrauber mittels Seilwinde aus dem Gelände geborgen. Die übrigen Einsatzkräfte stiegen zu Fuß ab und kehrten anschließend mit den Einsatzfahrzeugen ins Tal zurück. Im Einsatz waren 22 Bergrettungskräfte aus Bad Hofgastein und Bad Gastein, der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr Bad Hofgastein sowie die Crew des Notarzthubschraubers C14. „Die Bergrettung bedankt sich ausdrücklich bei der Crew des ÖAMTC-Notarzthubschraubers C14. Durch deren professionellen Einsatz konnte eine stundenlange und für die Einsatzkräfte wie auch für den Wanderer äußerst risikoreiche Bergung im schwierigen Absturzgelände vermieden werden“, so Gerhard Kremser, Bezirksleiter Bergrettung Pongau.
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