Startseite
Icon Pfeil nach unten
Panorama
Icon Pfeil nach unten

Gasspeicher aktuell: Füllstand in Deutschland auf Rekordtief

Gasversorgung

Gasspeicher-Füllstand erreicht Rekordtief – besteht Grund zur Sorge?

  • |
  • |
  • |
    Bei den kalten Temperaturen wird wieder mehr geheizt. Der Gasspeicher-Füllstand hat in Deutschland daher ein Rekordtief erreicht.
    Bei den kalten Temperaturen wird wieder mehr geheizt. Der Gasspeicher-Füllstand hat in Deutschland daher ein Rekordtief erreicht. Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

    In den vergangenen Tagen hat sich der Winter in Deutschland zurückgemeldet. Die niedrigen Temperaturen sorgen nun dafür, dass sich die deutschen Gasspeicher immer weiter leeren. Die Bundesnetzagentur bezeichnet die Lage zur Temperaturprognose als "angespannt". Tatsächlich ist der Füllstand der Gasspeicher so tief gesunken, wie es in dieser Heizperiode noch nie der Fall war.

    Gasspeicher-Füllstand in Deutschland erreicht Rekordtief

    Am Samstag erreichte der Füllstand der Gasspeicher in Deutschland ein neues Tief seit Beginn der Heizperiode. Der Wert lag bei 86,5 Prozent. Ein solcher Wert war zuletzt am 5. September 2022 erreicht worden. Die Daten gehen auf einen Bericht des Business Insider zurück, welcher sich auf den Gasspeicherverband GIE bezieht. 

    Der Füllstand der Gasspeicher schrumpft vor allem wegen der sinkenden Temperaturen immer weiter. Es kommt hinzu, dass in Deutschland die Vorräte angezapft werden müssen, da Importe immer wieder ausbleiben. Die Folge ist, dass der Gasverbrauch in der Bundesrepublik zuletzt immer wieder den Gasimport überstieg. 

    Gasspeicher-Füllstand auf Rekordtief – besteht Grund zur Sorge?

    Die Bundesregierung sieht in der aktuellen Entwicklung keinen Grund zur Sorge. Es ergebe sich voraussichtlich "keine Gasversorgungslücke", antwortete sie auf eine Anfrage der Linken-Fraktion. Trotz des Wegfalls der Gasimporte aus Russland, welche im Jahr 2021 immerhin 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas entsprachen. Die Bundesregierung erklärte, dass selbst bei einem "überdurchschnittlich kalten Verlauf des restlichen Winters 2022/2023" kein Problem zu erwarten sei. 

    Durch Importe aus Ländern wie den Niederlanden oder Norwegen hätten die deutschen Gasspeicher weiter gefüllt werden können. Das betrachtete die Bundesregierung aber nicht als notwendig. Sie merkte allerdings an, dass es weiterhin "ein erhebliches Einsparpotenzial beim Gasverbrauch" gebe. "Möglich und erstrebenswert" sei eine Reduktion von 20 Prozent. 

    Gasspeicher aktuell: Wie könnte die weitere Entwicklung der Füllstände aussehen?

    In Deutschland wird der Ausbau der LNG-Terminals derzeit schnell vorangetrieben. Zwei Flüssiggas-Stationen sind bereits in Betrieb. Insgesamt sind sieben geplant, um die Gasversorgung in den nächsten Jahren sicherzustellen. 

    Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, sagte jüngst, dass alle geplanten LNG-Terminals womöglich gar nicht nötig seien. Die Vorbereitung auf einen kalten Winter sei zwar richtig, "aber ich denke schon, dass man im Rückblick auf die ersten Winter ohne russisches Pipeline-Gas die Statistiken noch mal genauer anschauen wird", sagte er dem Medienhaus Table-Media.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden