Wir Deutschen gelten ja als vieles. Als pünktlich, als fleißig, als pflichtbewusst. Als besonders vergesslich sind wir bislang nicht in Erscheinung getreten. Das hat sich nun geändert, zumindest wenn man der Studie des Mobilitätsdienstleisters Free Now Glauben schenken mag. Dieser will nämlich nach Auswertung von Millionen Buchungen herausgefunden haben, dass in keinem anderen europäischen Land die Menschen öfter Dinge im Taxi oder Mietwagen vergessen als in Deutschland.
Nun stellt sich aus Eigenschutz natürlich sofort die Frage, ob diese Vergesslichkeit wirklich auf uns Deutsche, die wir doch so gut organisiert und sicherheitsliebend sind, zurückzuführen ist. Könnte ja auch sein, dass ausländische Fahrgäste unseren Ruf ruinieren, die vor lauter Dolce Vita und Laissez-faire zur Schusseligkeit neigen.
Oder aber nur wir führen so akkurat, so sind wir eben, Listen über Vergessenes und Verschollenes, während sich in anderen Ländern die Menschen nicht länger als nötig mit Verlustiggegangenem beschäftigen und so die Statistik zu unseren Ungunsten verfälschen.
Die Frage kennt jeder: Wo ist mein Handy?
Aber wollen wir doch mal, ausnahmsweise, nicht so penibel sein, und glauben also, dass nirgendwo mehr vergessen wird als hier. Und räumen ein, dass uns allen beim Griff in die Tasche schon mal der Atem stockte und die Frage folgte: Wo ist mein Handy? Mein Geldbeutel? Beides zählt im Übrigen zu den am häufigsten vergessenen Gegenständen. Eines aber können wir wirklich nicht auf uns sitzen lassen: Laut Free Now landete in diesem Jahr auch schon eine Großmutter in der Rubrik „Lost & Found“. So etwas würde unsereins doch niemals passieren. Oder, Oma? Oma?