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Hoffnung im Kampf gegen Zeckenstiche: Wird es eine Borreliose-Impfung geben?

Insekten

Hoffnung im Kampf gegen Zeckenstiche: Wird es eine Borreliose-Impfung geben?

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    Die Krankheit Lyme-Borreliose wird durch Zecken auf den Menschen übertragen. Eine Impfung könnte das verhindern.
    Die Krankheit Lyme-Borreliose wird durch Zecken auf den Menschen übertragen. Eine Impfung könnte das verhindern. Foto: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

    Für viele Menschen gibt es nichts Schöneres, als am Wochenende durch ein Waldgebiet in der Nähe spazieren zu gehen, oder gleich eine mehrstündige Wanderung durch die Natur zu machen. Wenn man sich danach nicht sorgfältig absucht, kann es sein, dass man von einer Zecke gestochen wird. Und die Wahrscheinlichkeit, dass das Insekt die Krankheit Lyme-Borreliose überträgt, steigt: Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitgeteilt hat, wurden 2025 bisher bereits 4800 Fälle von Borreliose in Bayern registriert. 2023 waren es dagegen nur 2900 Fälle. Bayern gehört zusammen mit Baden-Württemberg und anderen südlichen Regionen zum Haupt-Risikogebiet für Zecken. Wie gefährlich eine Lyme-Borreliose ist und ob es bald eine Impfung dagegen geben wird, erfahren Sie hier.

    Auch wichtig zu wissen ist, wie man eine Zecke richtig entfernt: Es wird empfohlen, sie mit einer speziellen Zeckenzange oder -karte möglichst nahe an der Haut zu fassen und gerade herauszuziehen, ohne sie zu quetschen.

    Zeckenstich mit Folgen: So gefährlich ist die Krankheit Lyme-Borreliose

    Bei einem Zeckenstich in einem Risikogebiet kann man sich mit Bakterien der Art Borrelia burgdorferi, auch Borrelien genannt, infizieren. Eine Lyme-Borreliose-Erkrankung kann man nicht an eindeutigen Symptomen erkennen, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI). In vielen Fällen kann man nach Tagen bis Wochen des Stichs eine Wanderröte beobachten. Eine Rötung der Haut, die oft als Ring um die Stelle des Einstichs entsteht und sich dann ausbreitet. Weitere verbreitete Symptome sind Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen.

    Was Lyme-Borreliose potenziell gefährlich macht, ist laut RKI, dass sie „zahlreiche Erkrankungsformen in verschiedenen Organen“ hervorrufen kann. Ist das Nervensystem betroffen, kann es zu brennenden Nervenschmerzen oder Lähmungen einzelner Hirnnerven kommen. Die Folge können Taubheitsgefühle, Seh- oder Hörstörungen sein. Seltener treten Lähmungen von Gliedmaßen oder eine Entzündung des Herzens auf. Und es kann eine Lyme-Arthritis auftreten, also eine chronische Gelenkentzündung, wenn man Borreliose zu lange nicht behandelt. Deshalb ist es wichtig, Borreliose frühzeitig zu erkennen und Antibiotika zu nehmen.

    Übrigens: Zecken können ernsthafte Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Zu wissen, wie man sich von vornherein gegen einen Zeckenbiss schützt, kann Schlimmeres verhindern. Beispielsweise das Tragen von langen Hosen und geschlossenen Schuhen, das Verwenden von Insektenschutzmitteln mit DEET und das Absuchen des Körpers nach Aufenthalten in zeckenreichen Gebieten können schützen.

    Kampf gegen Zeckenstiche: Wird es eine Borreliose-Impfung geben?

    Bisher gibt es laut RKI im Gegensatz zu der ebenfalls von Zecken übertragenen Krankheit FSME keine Schutzimpfung für Lyme-Borreliose. Allerdings befinde sich ein Impfstoff in Arbeit, sagt Mikrobiologe Volker Fingerle vom Nationalen Referenzzentrum für Borrelien: „Die Impfung befindet sich gerade in der Phase 3, also in der Endphase. Die Ergebnisse sind noch nicht bekannt.“ Ein bis zwei Jahre soll es noch dauern, bis die Borreliose-Impfung kommen soll, heißt es bei BR24.

    Auch interessant: Die Welt der Insekten ist riesig. Doch fragen sich manche, ob unsere heimischen Zecken zu Spinnen oder Insekten gehören. Es sind Spinnentiere, da sie acht Beine haben, im Gegensatz zu Insekten, die nur sechs Beine besitzen. Außerdem: Die Hirschlausfliege, die auch als „fliegende Zecke“ bezeichnet wird, breitet sich momentan in Deutschland aus und befällt Tiere ebenso wie Menschen.

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