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Rinkeby
Rinkeby ist eins der gefährlichsten Viertel Stockholms - wenn nicht das gefährlichste.
Foto: Christian Grimm

Kriminalität in Schweden

Ein Besuch in Stockholms gefährlichstem Viertel

Schweden wird erschüttert von Gewalt. Banden und Clans kämpfen um Drogengeld und das Sagen in den Problembezirken. Unterwegs in deren Hochburg Rinkeby.

Die Gewalt in Rinkeby ist da, aber sie versteckt sich. Sie versteckt sich hinter den dreigeschossigen Häusern mit apricotfarbener Fassade. Und hinter den Siebenstöckigen in lindgrün, die in der rechtwinkligen Glanzlosigkeit von Sozialbauten angeordnet stehen. Einst waren sie Orte einer gut gemeinten Zukunft. Doch zu Weihnachten wurde hier ein 27-Jähriger erschossen. Das Jahr endete in Rinkeby, wie es begonnen hatte – mit einer Schießerei. Im Januar vergangenen Jahres hatte die Polizei einen Mann mit Schusswunden in einem Treppenhaus gefunden. Rinkeby ist der Name für das blutige Ende eines schwedischen Lebensgefühls.

Es gibt andere Rinkebys an den Rändern Stockholms, der eleganten Hauptstadt Schwedens. Vällingby zum Beispiel. Sechs Tage nach der tödlichen Weihnachtsschießerei gerät dort eine Gruppe zu Silvester an einem McDonald's unter Feuer, ein junger Mann stirbt im Krankenhaus. Ende Januar stirbt ein 15-Jähriger in der Stadt Huddinge im Stockholmer Speckgürtel durch Schüsse, die Polizei nimmt einen Minderjährigen fest. Mitte Februar berichten schwedische Medien von zwei Explosionen im Vorort Södertalje. Und das sind nur die Verbrechen in und rund um die Hauptstadt. In Göteborg und Malmö kennt man solche Meldungen auch.

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