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Kriminalitätsbekämpfung: LKA-Chef: Können Tatserien mit wenigen Mausklicks erkennen

Kriminalitätsbekämpfung

LKA-Chef: Können Tatserien mit wenigen Mausklicks erkennen

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    Nach den Worten von LKA-Präsident Muth prüft eine Software, ob Bagatelldelikte womöglich zu einer Tatserie gehören. (Archivbild)
    Nach den Worten von LKA-Präsident Muth prüft eine Software, ob Bagatelldelikte womöglich zu einer Tatserie gehören. (Archivbild) Foto: Helmut Fricke/dpa

    Die Kriminalität globalisiert sich zunehmend und muss daher auch immer zentraler bekämpft werden - dennoch sind örtliche Polizeistationen nach Einschätzung des hessischen Landeskriminalamts (LKA) nach wie vor wichtig. „Die Polizeistationen vor Ort bleiben für die Menschen erhalten“, sagte Präsident Daniel Muth in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Damit sei die hessische Polizei vor Ort weiterhin ansprechbar.

    Muth ergänzte: „Wir wollen für die Menschen sogar noch bessere Ansprechpartner werden, indem wir das Schutzleute-vor-Ort-Konzept ausbauen.“ Die hessischen Schutzfrauen und Schutzmänner vor Ort kümmern sich in den Stadtteilen und in den Kommunen um die persönlichen Anliegen der Bürger. Sie arbeiten in der Prävention und sind auch Ansprechpartner etwa für Kindergärten, Schulen und Vereine.

    Neue Einheiten sollen Ermittlungen effizienter machen

    „Aber wir müssen als Polizei auch flexibel sein und die Kriminalitätsbekämpfungsstrukturen größer denken und vor allem auch digital vernetzen“, sagte Muth. „Deshalb haben wir neue, zentrale Einheiten geschaffen, die effiziente Ermittlungen ermöglichen.“

    Gerade bei der Bekämpfung der allgemeinen Kriminalität bis hin zur Bekämpfung der Schweren und Organisierten Kriminalität, bei der Täter oftmals aus dem Ausland und über das Internet agieren, hätten diese zentralen Ermittlungen eine immense Bedeutung, sagte Muth. Als Beispiel nannte er den Fall eines Internetbetruges, etwa wenn jemand ein Smartphone auf einer Online-Plattform für mehr als 1.000 Euro bestellt - und lediglich einen wertlosen Dummy erhält.

    Tatserien besser aufdecken

    Ein mögliches Opfer könne sich nach wie vor an die Polizeistation vor Ort wenden - bearbeitet werde der Fall dann jedoch zentral. Mit dieser Herangehensweise könnten zukünftig Tatserien oder die Strukturen von Tätergruppen besser erkannt und bekämpft werden. Unterstützt werden die Beamten von einem hessischen Ermittlungsassistenzsystem, wie der LKA-Präsident erläuterte.

    Mit Softwareunterstützung könnten Bagatell- und Massendelikte besser und schneller auf mögliche Tatserien hin überprüft werden. Zu dieser Kategorie zählen rund die Hälfte der insgesamt rund 400.000 registrierten Straftaten in Hessen. „Durch das Zusammenführen auf einer Plattform erkennen wir mit wenigen Mausklicks gemeinsame Bezüge“, ergänzte Muth.

    Wird klar, dass beispielsweise Hunderte Fälle von einer Bande verübt wurden, dann erhöht sich die Schadenssumme ganz erheblich. Und dann habe die Polizei ganz andere Möglichkeiten, mit den Staatsanwaltschaften zu agieren, erläuterte Muth. Die hessische Polizei sei eng mit dem BKA und auch der europäischen Polizei vernetzt.

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