Glimpflicher Ausgang eines Lawinenabgangs in den Stubaier Alpen nahe der Amberger Hütte. Schneemassen gingen dort am Samstag, 31.01.2026) unterhalb des Atterkarjöchl ab. Zwei Tourengehern kam offenbar zur Hilfe, dass sie über einen Rucksack mit Lawinenairbag verfügten.
Atterkarjöchl nahe Amberger Hütte: Schneebrett löst sich in steilem Hang
Wie die Polizei in Tirol mitteilt, war am Samstagvormittag eine vierköpfige Skitourengruppe von der Amberger Hütte aus in Richtung des Atterkarjöchl gestartet. Im Zuge der Tour querten sie auf einer Seehöhe von etwa 2400 Metern einen sehr steilen Nordosthang. Plötzlich löste sich über der Gruppe eine rund 20 Meter breite Schneebrettlawine.
Zwei Tourengeher, ein 60-Jähriger und eine 58-Jährige aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, wurden von den Schneemassen erfasst und knapp 100 Meter mitgerissen. Das Schneebrett verschüttete beide glücklicherweise nur zum Teil. Grund dafür könnte sein, dass beide neben der Notfallausrüstung auch Lawinenairbag-Rucksäcke dabei hatten, die sie auch auslösen konnten. Die zwei anderen Gruppenmitglieder, ein 56-jähriger Deutscher und eine 28-jährige Deutsche, befanden sich außerhalb des Anrisses und wurden von der Lawine nicht erfasst. Die 58-Jährige blieb unverletzt, der 60-Jährige wurde leicht verletzt, konnte jedoch noch selbstständig zur Amberger Hütte zurückkehren.
Am Samstag herrschte in Tirol oberhalb der Waldgrenze Lawinenwarnstufe 3 - also erhebliche Lawinengefahr. „Der Neuschnee sowie die verbreitet vorhandenen Triebschneeansammlungen überlagern vor allem an West-, Nord- und Osthängen oberhalb der Waldgrenze eine schwache Altschneedecke“, schrieb der Lawinenwarndienst auf seiner Webseite. Nach wie vor gebe es deshalb eine „heikle Lawinensituation“
Das ist die Amberger Hütte in den Stubaier Alpen
Die Amberger Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Amberg des Deutschen Alpenvereins. Sie steht auf einer kleinen Anhöhe am unteren Ende eines flachen und weiten Talbodens. Der Aufstieg erfolgt von Gries in der Gemeinde Längenfeld aus auf einem Fahrweg taleinwärts ins Sulztal. Die Gehzeit beträgt gute zwei Stunden, wobei etwa 600 Höhenmeter und sechs Kilometer überwunden werden müssen.
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