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Mode
05.06.2024

Der Hutmacher Lock & Co. Hatters ist die Adresse für royale Hüte

In der St. James's Street herrscht noch der Geist von früher, als Londons Gentleman-Elite im 19. Jahrhundert dort einkaufte. Auch der Hutmacher Lock & Co. Hatters hat dort seit 1676 sein Geschäft.
Foto: Lock & Co. Hatters

Der Hutmacher Lock & Co. Hatters hat seinen Sitz seit fast 350 Jahren im Herzen Londons und ist für all diejenigen eine feste Adresse, die sich wie ein britischer Gentleman kleiden möchten.

Wer vom Piccadilly Circus aus das Viertel St. James’s in Richtung Buckingham-Palast durchquert, verlässt eine Welt und betritt eine andere. Hier befinden sich Straßen, in welchen die Londoner Gentleman-Elite im 19. Jahrhundert einkaufte, und dieser Geist hat sich bis heute erhalten. In der St. James’s Street befindet sich zudem das wahrscheinlich älteste Hutgeschäft der Welt, Lock & Co. Hatters. Das Unternehmen ist offizieller Hoflieferant des Königshauses und die Wiege der wohl britischsten Kopfbedeckung überhaupt, der Melone.

Royals, Stars und Staatsmänner sind Kunden

„Als das Geschäft 1676 gegründet wurde, war London noch viel kleiner”, sagt Ben Dalrymple, der Manager von Lock & Co, der an diesem Tag nicht etwa einen Anzug, sondern einen schlichten schwarzen Pullover trägt. Die Straße war eine der ersten, die gepflastert wurden, hier fuhren Kutschen. Gentlemen flanierten in Gehröcken, kauften sich Kleidung, Accessoires, einen Stock oder eben einen Hut. Stars, Staatsmänner und Royals wurden und werden von Lock & Co. mit individuell gefertigten Hüten ausgestattet.

Der erste und wichtigste Schritt, um den perfekten Hut zu finden, sei seit jeher die Bestimmung der Kopfgröße. „Jeder kennt seine Schuhgröße. Leider kennt auch jeder seinen Taillenumfang”, lacht Dalrymple. Aber kaum jemand kennt seine Kopfgröße. Dabei sei diese ausgesprochen wichtig, auch um die Form richtig zu erfassen. Dafür nutzen die Berater bei Lock & Co. in einem Nebenraum einen sogenannten Conformateur. Einmal aufgesetzt, passen sich Hebel und die geformte Krone den Konturen des Kopfes an. 

Ein Dankesbrief von Charlie Chaplin hängt an der Wand

Doch in dem Zimmer gibt es noch mehr zu entdecken. Neben einer gerahmten Urkunde, die belegt, dass der Laden das Königshaus beliefert, hängt ein Dankesbrief von Charlie Chaplin an die Hutmacher. Der britische Leinwandstar verhalf dem von Lock & Co. entworfenen „Bowler hat” – in Deutschland als Melone bekannt – zur Berühmtheit. Benannt ist er nach den Hutmachern Thomas und William Bowler, die den Hut für Lock & Co. kreierten. Der Bowler wurde kleiner, stabiler und runder konstruiert als ein Zylinder. Ein wenig wie ein heutiger Bauhelm.

An der Wand des traditionsreichen Londoner Hutmachers Lock & Co. Hatters hängen viele Fotografien von früher – auch ein Dankesbrief von Charlie Chaplin ist dabei.
Foto: Susanne Ebner

Damals wie heute lassen Kunden ihre alten Hüte bei Lock & Co. Hatters auch reparieren. Verantwortlich dafür ist unter anderem Jayesh Vaghela, ein Hutmachermeister, den viele Briten aus der Fernsehsendung „The Repair Shop” des Senders BBC One kennen. Vaghela ist berühmt für sein stets gepflegtes Äußeres und verkörpert im Anzug und mit seiner Fliege um den Hals auch an diesem Tag einen perfekten britischen Gentleman. 

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Der Fachmann zeigt, wie er einen Zylinder repariert. Er spricht viel über die einzelnen Teile, die Krempe, das Hutband, welche ersetzt werden können, welche nicht. Das Tüpfelchen auf dem i sei das Polieren des Zylinders. Dafür streicht er mit einer weichen Bürste behutsam über den schwarzen Hut, der so nach und nach in neuem Glanz erstrahlt, wobei dabei darauf zu achten sei, in welche Richtung man bürstet, „ein wenig wie bei einem Fell”.

Die teuerste Kreation kostet 15.000 Pfund

So viel Luxus muss teuer sein. Doch wer zu Lock & Co. geht, müsse kein Vermögen ausgeben, versichert Manager Dalrymple. Aber er kann. „Unsere Preise beginnen bei etwa 100 Pfund, unser teuerster Hut kostet jedoch 15.000 Pfund”, also mehr als 17.000 Euro. Das sei dann allerdings ein Vintage-Stück. „Manche Hüte werden seit den 1940er-Jahren nicht mehr hergestellt. Und die Seide, aus der sie gefertigt wurden, wird nicht mehr produziert”, rechtfertigt er den Preis.

Video: dpa

Während die Herrenhüte inzwischen extern gefertigt werden, entstehen die Damenhüte im Dachgeschoss des Hauses aus dem 17. Jahrhundert. Dort sitzen Hutmacherinnen an kleinen Tischen unter einer Holzbalkendecke. An einer Pinnwand kleben Bilder verschiedener Designs, Schleifen, Stoffmuster. Die halbfertigen Kopfbedeckungen sind schwarz, golden, blau und oft mit einer gleichfarbigen Blume geschmückt.

Im Atelier des Londoner Hutmachers Lock & Co. Hatters werden bis heute exklusive Damenkreationen gefertigt.
Foto: Susanne Ebner

Tina, eine Hutmacherin aus Deutschland, die seit 20 Jahren in Großbritannien lebt und seit 18 Jahren für die Firma arbeitet, zeigt ein Exemplar, das sie anlässlich des jährlich stattfindenden Pferderennens in Ascot im Juni fertigt. „Das ist so ziemlich das Aufwendigste, an dem ich je gearbeitet habe“, sagt sie und weist auf die vielen Details hin, die es zu beachten gilt. Der hellblaue Hut, aus dessen Mitte spitz zulaufende Streifen nach außen ragen, sieht von oben ein wenig wie eine Sonne aus. 

Im Frühjahr gebe es wegen des traditionellen Pferderennens viel zu tun. „Was für andere Branchen Weihnachten ist, ist für uns Ascot”, sagt sie. Die Veranstaltung im Juni ist ein königliches Großereignis, doch am bekanntesten ist der royale Ritt für das, was abseits der Rennbahn passiert: ein Wettbewerb um die exzentrischste Kopfbedeckung, die immer perfekt passen sollte. 

Die Sonderausstellung im Sisi-Schloss zeigt, was vom Mittelalter bis zum Biedermeier "in" war.
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Impressionen aus der Ausstellung "Ode an die Mode" im Sisi-Schloss in Aichach
Foto: Erich Echter
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