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Musiktheater: Schimmelreiter-Musical startet mit 45.000 verkauften Tickets

Musiktheater

Schimmelreiter-Musical startet mit 45.000 verkauften Tickets

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    Ohne Schimmel kein «Schimmelreiter»: Musicalproduzent Scholz (l.) zeigt Storms Ur-Urenkel Helmuth Rieger die Pferdepuppe, in die bei den Aufführungen zwei Bühnenarbeiter schlüpfen werden.
    Ohne Schimmel kein «Schimmelreiter»: Musicalproduzent Scholz (l.) zeigt Storms Ur-Urenkel Helmuth Rieger die Pferdepuppe, in die bei den Aufführungen zwei Bühnenarbeiter schlüpfen werden. Foto: Michael Bauer/DPA

    Kurz vor der Uraufführung des Musicals „Der Schimmelreiter“ an diesem Freitag laufen im Fuldaer Schlosstheater die Vorbereitungen auf Hochtouren. Hinter der Bühne wird eifrig gewerkelt, auf der Bühne probt das Ensemble mit den Technikern die einzelnen Abläufe. „Wir haben ein tolles Team und müssen jetzt sehen, dass wir die Tage bis zur Premiere konzentriert nutzen und Schwerpunkte setzen“, sagt der Geschäftsführer von Spotlight Musicals, Peter Scholz.

    Dabei gehe es vor allem darum, die hochemotionalen Schlüsselmomente des neuen Stücks mit Ton, Licht, Video und Choreographie genau auf den Punkt zu bringen. Der Vorverkauf liegt nach seinen Worten über den Erwartungen. „Wir werden mit knapp 45.000 verkauften Tickets in die Premiere gehen“, sagt Scholz. Insgesamt rechnet er für den Sommer mit gut 60.000 verkauften Plätzen.

    Riesige LED-Leinwand mit Spezialeffekten

    Mit Musicals wie „Die Päpstin“, „Der Medicus“, „Robin Hood“ und „Bonifatius“ hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren deutschlandweit rund zwei Millionen Menschen in die Theater gelockt. Für den „Schimmelreiter“ hat Spotlight Musicals eine riesige LED-Leinwand angeschafft, die im Hintergrund mit Video-Spezialeffekten Wind, Wasser und tosende Sturmfluten erlebbar machen soll.

    Ein Highlight soll der titelgebende Schimmel werden – eine große, bewegliche Puppe, die in einer Spezialwerkstatt in Südafrika entstanden ist. Zwei Darsteller werden sie auf der Bühne zum Leben erwecken. Eine siebenstellige Summe hat das Unternehmen laut Scholz insgesamt in die neue Produktion gesteckt.

    Das Musical basiert auf der bekannten Novelle von Theodor Storm (1817-1888). Sie erzählt vom Deichgrafen Hauke Haien und seinem Kampf gegen Aberglauben, Sturmflut und gesellschaftliche Widerstände.

    Storms Ur-Urenkel: In dem Musical steckt viel Herzblut

    Storms Ur-Urenkel Helmuth Rieger hat sich vor der Premiere einen ersten Eindruck verschaffen können, wie die Erzählung seines berühmten Vorfahren auf der Bühne umgesetzt werden wird. Scholz gestattete Rieger und dessen Frau Claudia einen Einblick in die Vorbereitungen hinter den Kulissen, darunter auch einen Blick auf die Pferdepuppe. Auch bei einer Probe des Ensembles durften die beiden in Fulda lebenden Musicalfans zuschauen.

    „Ich bin richtig begeistert“, schildert Rieger seine ersten Eindrücke. Es sei zu spüren, wie viel Herzblut und Arbeit die Musical-Macher in die neue Produktion gesteckt hätten. Gleich nachdem vor einem Jahr bekannt wurde, dass das Werk seines Ur-Uropas als Musical auf die Bühne komme, habe er für sich, seine Frau und zwei seiner Kinder im Vorverkauf Tickets gesichert.

    Helmuth Rieger, Ur-Urenkel von Theodor Storm (r.), verschafft sich gemeinsam mit seiner Frau Claudia (l.) vor der Premiere des «Schimmelreiter»-Musicals bei den Proben im Fuldaer Schlosstheater einen ersten Eindruck, wie die Erzählung seines berühmten Vorfahren auf der Bühne umgesetzt wird. Musicalproduzent Scholz (M.) hatte die beiden zu einem Besuch eingeladen.
    Helmuth Rieger, Ur-Urenkel von Theodor Storm (r.), verschafft sich gemeinsam mit seiner Frau Claudia (l.) vor der Premiere des «Schimmelreiter»-Musicals bei den Proben im Fuldaer Schlosstheater einen ersten Eindruck, wie die Erzählung seines berühmten Vorfahren auf der Bühne umgesetzt wird. Musicalproduzent Scholz (M.) hatte die beiden zu einem Besuch eingeladen. Foto: Michael Bauer/dpa
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