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Nach Vergiftung von deutscher Familie in der Türkei: Wird das Bettwanzen-Pestizid auch in Deutschland verwendet?

Insekten

Nach Vergiftung von deutscher Familie in der Türkei: Wird das Bettwanzen-Pestizid auch in Deutschland verwendet?

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    In Istanbul hat ein Pestizid gegen Bettwanzen zum Tod einer Familie geführt.
    In Istanbul hat ein Pestizid gegen Bettwanzen zum Tod einer Familie geführt. Foto: Piotr Naskrecki/CDC/Harvard University (dpa)

    Im November 2025 berichtete der türkische Sender NTV: Eine Familie aus Hamburg, die in einem Hotel in Istanbul untergebracht war, wurde plötzlich in ein Krankenhaus eingeliefert. Zwei Kinder und ihre Eltern verstarben kurze Zeit später. Wie die Deutsche Welle berichtet, hat ein rechtsmedizinisches Gutachten bestätigt, dass die Familie an einer Vergiftung gestorben ist. Der Grund: Das Schädlingsbekämpfungsmittel Aluminiumphosphid, das mutmaßlich im Hotel zum Einsatz kam, um Bettwanzen zu bekämpfen. Wie wirkt sich das Pestizid auf den menschlichen Körper aus? Wird es auch in Deutschland verwendet?

    Auch interessant: Die Zahl der Insekten geht zurück und zwar weltweit – das ist gefährlich. Für das Insektensterben gibt es laut Forschern mehrere Auslöser.

    Vergiftung von deutscher Familie in der Türkei: Wie wirkt das Bettwanzen-Pestizid?

    Das Pestizid, das zu der tödlichen Vergiftung mehrerer Menschen geführt hat, wurde als Aluminiumphosphid identifiziert. Denn laut der Pharmazeutischen Zeitung wurde im Hotelzimmer das giftige Gas Phosphin gefunden. „Wenn Aluminiumphosphid mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, wird Phosphorwasserstoffgas freigesetzt“, erklärt Dr. Cihan Çelik, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie in der Berliner Morgenpost. Im menschlichen Körper wirke dieses Gas wie ein Zellgift.

    Laut Celik beginne die Vergiftung über die Atemwege mit Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen und führe dann zu Multiorganversagen, das nur schwer aufzuhalten sei. Aluminiumphosphid ist ein Pulver von grauer oder gelblicher Färbung, das so ähnlich wie Knoblauch riecht. Sein unauffälliger Geruch mache den Stoff besonders gefährlich.

    Übrigens: Seit 2023 in Paris eine Bettwanzen-Plage ausgebrochen ist, fragen sich viele, was es genau mit den Insekten auf sich hat und wie man sich vor ihnen schützen kann. Es gibt einfache Wege, wie man einen Bettwanzen-Befall feststellen kann, sowie einen Alltagsgegenstand, der gegen Bettwanzen hilft.

    Aluminiumphosphid: Wird das Bettwanzen-Pestizid auch in Deutschland verwendet?

    Wer sich nun Sorgen macht, auch in Deutschland in Kontakt mit dem hochgiftigen Pestizid Aluminiumphosphid zu kommen, kann weitgehend beruhigt sein. Der Deutsche Verband der Schädlingsbekämpfer erklärte in einer offiziellen Stellungnahme: Der vermutete Einsatz von Aluminiumphosphid zur Bekämpfung von Bettwanzen sei „nicht nur fachlich falsch, sondern lebensgefährlich.“

    Laut dem Verband komme er in Deutschland so nicht vor: „Dieses Verfahren ist weder üblich noch zulässig – weder in Deutschland noch nach international anerkannten Standards.“ Aluminiumphosphid werde in Deutschland zwar zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, allerdings als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft, wie ein Zulassungsbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zeigt.

    Auch interessant: Nicht alle Insekten im Garten sind gerne gesehen, zum Beispiel, wenn sie Pflanzen angreifen. Nur sollte man nicht leichtfertig Insektizide oder andere Chemikalien gegen sie verwenden. Außerdem: Neue Forschungen zeigen, wie der Schadstoff Ozon das Paarungsverhalten von Insekten beeinflusst.

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