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Porträt: Einer für Bibi Blocksberg – und Bushido: Schauspieler Emilio Sakraya im Porträt

Porträt

Einer für Bibi Blocksberg – und Bushido: Schauspieler Emilio Sakraya im Porträt

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    Der "European Shooting Star" Emilio Sakraya Moutaoukkil  nennt sich als Musiker schlicht Emilio. Jetzt spielt er die Hauptrolle im neuen Film von Fatih Akin – "Rheingold".
    Der "European Shooting Star" Emilio Sakraya Moutaoukkil nennt sich als Musiker schlicht Emilio. Jetzt spielt er die Hauptrolle im neuen Film von Fatih Akin – "Rheingold". Foto: Josselin/Another Dimension, dpa

    Dieser harte Weg zu den Moneten, zu Limousinen, Groupies und Plattenverträgen führt „vom Bordstein bis zur Skyline“. Alte Rap-Weisheit von Bushido. So hat der Fürst der rappenden Gangster einmal seinen Aufstieg beschrieben. Manchmal allerdings führt dieser Pfad auch über kleine Umwege zu ... „Bibi und Tina“? Zumindest gilt das für Emilio Sakraya. Mit 17 Jahren spielte er in einer Musical-Film-Trilogie den netten Schwarm der Hexe Bibi Blocksberg. 2010 war er aber schon im Rap-Biografie-Streifen „Zeiten änder dich“ zu erleben – als junger Mini-Bushido. Und jetzt verkörpert der Schauspieler im neuen Film von Regisseur Fatih Akin schon wieder einen Rap-Star.

    Emilio Sakraya spielt in Fatih Akins Film "Rheingold" den Rapper Xatar

    Zahnspange, Wuschelfrisur, herziges Lächeln, so spielte Sakraya den Tarik in „Bibi und Tina“. Doch verzaubert und „hex, hex“, würde Bibi Blocksberg sagen, wer ihn so in Erinnerung hat, wird ihn nicht wiedererkennen: Akins Film „Rheingold“ setzt Sakraya als Muskelkerl in Szene, mit kahlem Kopf, den Lauf einer Knarre an seiner Stirn. Sakraya spielt Xatar, einen Deutsch-Gangsta-Rapper der ersten Stunde. Der Clou in dessen Vita: Xatar kam eines Tages die Idee, dass es doch sehr lukrativ wäre, einen Goldtransporter auszurauben. Gedacht, getan. Wo der Schatz geblieben ist? Das weiß bis heute niemand.

    Emilio Sakraya als Giwar Hajabi, alias Xatar, in einer Szene des Films "Rheingold" von Regisseur Fatih Akin.
    Emilio Sakraya als Giwar Hajabi, alias Xatar, in einer Szene des Films "Rheingold" von Regisseur Fatih Akin. Foto: Warner Bros / Gordon Timpen / Gordon Timpen

    „Ich habe Xatar ein ganzes Jahr begleitet und ihn studiert“, erzählt Sakraya – und die Liebe zur Musik und die Erfahrung, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen, die teilt er mit den berüchtigten Rappern. 1996 kam er in Berlin zur Welt, seine Mutter stammt aus Marokko. „Ich wurde sehr muslimisch erzogen“, sagt er, „streng“. Aber er fand Freiräume. Er lernte Kung-Fu, wurde deutscher Meister im Kickboxen und begann auch früh, Songs zu schreiben. Wo er sich zu Hause fühlt, zwischen Kunstsparten und Kulturen? Da hält er es mit John F. Kennedy: „Am Ende bin ich ein Berliner.“

    Emilio Sakraya ist Popsänger und auch Schauspieler in Netflix-Produktionen

    Auf „Netflix“ trug er eine Hauptrolle in der Serie „Tribes of Europa“, im Kino war er 2022 auch im Til-Schweiger-Film „Lieber Kurt“ zu sehen und auf Youtube veröffentlicht er immer wieder Songs. Vielleicht beerbt Emilio – der Vorname genügt ihm als Künstler – ja Elyas, Matthias und Florian David, die Schwarm-Generation M’Barek-Schweighöfer-Fitz. 2022 gewann er bei der Berlinale schon den Nachwuchspreis „European Shooting Star“. Und jetzt zeigt sich, ob sein „Rheingold“ auch zum Kinokassengold wird.

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