Prinz Harrys Besuch in Kanada Anfang November sorgte erneut für Streit innerhalb der königlichen Familie – und entfachte Spekulationen darüber, ob der Herzog von Sussex seinem Bruder Prinz William bewusst die Show stehlen wollte. Während Harrys Team behauptet, die Royals seien vorab informiert worden, widerspricht der Palast entschieden. Doch was stimmt denn jetzt?
Ärger um Prinz Harrys Kanada-Reise: Wusste das Königshaus Bescheid?
Als Prinz William am 3. November für einen fünftägigen Besuch in Brasilien landete, erreichte die Presse eine parallel veröffentlichte Meldung: Prinz Harry plane kurzfristig eine Reise nach Toronto, um an Veranstaltungen zum Remembrance Day teilzunehmen. Die Mitteilung seines Büros, so schreibt es die Londoner Zeitung The Times, betonte, man habe „den Palast als Höflichkeit informiert.“
Doch wie die Zeitung jetzt vermeldet und sich dabei auf mehrere Palastquellen bezieht, will dort niemand eine solche Nachricht erhalten haben. Ein Insider nannte Harrys Darstellung sogar „ein wenig seltsam.“ Auch das People Magazine beruft sich auf seine eigenen Palastquellen und berichtet, der Trip habe Palastmitarbeiter „überrascht“, obwohl Harrys Team weiterhin behauptet, die Informationen seien übermittelt worden.
Der Zeitpunkt von Harrys Kanada-Trip sorgte für Missstimmung, weil sein Toronto-Auftritt exakt auf die ersten Tage von Williams Brasilien-Reise für die Earthshot Prize Week fiel. Harrys Sprecher wies in einer Aussage gegenüber der Daily Mail jede Unterstellung zurück, der Herzog wolle seinem Bruder die Show stehlen, und erklärte, dass aufgrund des geringeren Sicherheitsniveaus Harrys „der Zeitraum zur Veröffentlichung von Terminen deutlich kürzer“ sei als bei arbeitenden Mitgliedern der königlichen Familie.
Palast: „Niemand hat etwas erhalten“ – Prinz Harry: „Doch“
Besonders stört den Palast laut The Times, dass Harrys Team auf Nachfrage offenbar nicht sagen wollte, wann und wen man informiert habe. Die widersprüchlichen Darstellungen erinnern intern an die berühmte Formulierung der verstorbenen Queen aus dem Jahr 2021: „Recollections may vary“ – Erinnerungen können variieren.
Während des Kanada-Trips traf Harry Soldaten der Queen’s Own Rifles und der Royal Regiment of Canada, deren Colonel-in-Chief seine Stiefmutter Königin Camilla beziehungsweise sein Vater, König Charles III. sind. Zudem besuchte er Veteranenprogramme in einem Krankenhaus. Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte jedoch ein ganz anderes Bild: Am Wochenende vor dem britischen Remembrance Sunday tauchten Fotos auf, die Harry und Meghan beim Geburtstagsfest von Kris Jenner zeigten. Diese wurden später wieder gelöscht.
Zusammenfassend: Ob Harrys Büro wirklich eine Nachricht geschickt hat – oder ob sie im Palast niemand erhalten hat – bleibt ungeklärt. Sicher ist nur: Der Streit um die Kanada-Reise verschärft die ohnehin fragilen Beziehungen zwischen dem Herzog und der königlichen Familie weiter. Wie ein Palastinsider zu The Times sagte: Der Palast sei inzwischen nur noch „traurig und ratlos“.
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