Als erfolgreicher Schlagerstar, Fernsehmoderator und Schauspieler ist es Florian Silbereisen seit vielen Jahren gewohnt, im Rampenlicht zu stehen. Doch neben zahlreichen Fans bringt ein solcher Ruhm bekanntermaßen auch Missgunst und Spott ein – mitunter sogar von prominenten Stimmen. So äußerte sich zuletzt etwa Dieter Bohlen abfällig über Silbereisens Musik. Und nun folgte der nächste öffentliche Angriff auf den Schlagerstar: TV-Legende Stefan Raab, der bereits zuvor gegen Silbereisen gestichelt hatte, zog den Sänger jetzt in einem Parodie-Video durch den Kakao. Warum Silbereisen darin als „Spacko“ bezeichnet wird und dieser Scherz bei vielen Fans nicht gut ankommt, erfahren Sie hier.
Florian Silbereisen als „Spacko“: Stefan Raab nimmt den Schlagerstar auf die Schippe
Mit einem Trailer für eine angebliche Dokumentation über Florian Silbereisen sorgte Entertainer Stefan Raab jüngst für Aufsehen. Raab veröffentlichte das kurze Video auf dem Instagram-Kanal seiner Fernsehsendung „Die Stefan Raab Show“. Der überzogen dramatisch inszenierte Clip zeigt Florian Silbereisen zunächst, wie er von Fans umjubelt auf der großen Bühne performt, als TV-Moderator enthusiastisch das Publikum begrüßt, oder als Kapitän Max Parger im „ZDF-Traumschiff“ vor der Kamera steht.
Doch auf diese Szenen des Erfolgs folgen zugleich „der Absturz, die Drogen, der Knast“, wie es im Trailer bedeutungsschwer heißt. Mit schnellen Schnitten werden aus dem Kontext gerissene Videoschnipsel aneinandergereiht: Silbereisen, der auf dem Oktoberfest eine Maß Bier trinkt, im Baby-Kostüm auf allen Vieren über eine Bühne krabbelt und in einer Fernsehshow verzweifelt hinter Gittern sitzt.
Zwischendurch werden immer wieder Einordnungen prominenter Musiker-Kollegen wie Jan Delay eingeblendet. Diese Zitate stammen allerdings aus einer realen Dokumentation, an die auch der vermeintliche Silbereisen-Film stark angelehnt ist: Es handelt sich um die am 28. Oktober 2025 erschienene Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“, die den Aufstieg und Fall des Deutschrappers Haftbefehl beleuchtet und große öffentliche Beachtung fand. Dabei schlägt die Doku mitunter sehr ernste Töne an, wirft etwa einen schonungslosen Blick auf die Drogensucht und Kindheitstraumata des Musikers aus Offenbach.
An diesen Erfolg wolle man nun mit „Spacko – Die Silbereisen Story“ anknüpfen, heißt es im Parodie-Trailer der „Stefan Raab Show“. Demnächst solle die imaginäre Dokumentation über den Schlagerstar beim US-Streaming-Anbieter Netflix laufen, wird darin angekündigt. Dass es sich hierbei um einen Scherz handelt, wird schnell offensichtlich. Aber: „Bei 9 Millionen Likes produzieren wir diese Doku wirklich!“, verspricht Stefan Raab in der Beschreibung des Videobeitrags. Von diesem Ziel ist der TV-Entertainer allerdings noch sehr weit entfernt – bislang haben gut 10.500 Nutzer auf „Gefällt mir“ geklickt (Stand: 20.11.2025).
Kritik für Stefan Raab: Warum kommt sein Witz über Florian Silbereisen nicht gut an?
Während einige Instagram-Nutzer den angeblichen Trailer in den Kommentaren als gelungenen Scherz loben, müssen sich Stefan Raab und sein Team aber auch scharfe Kritik gefallen lassen. Denn vielen anderen Usern stößt die Parodie sauer auf. Mehrfach wird der Videoclip als „unlustig“, „geschmacklos“ und „völlig daneben“ bezeichnet.
Dabei missfällt vielen Kommentatoren, dass ausgerechnet Florian Silbereisen zur Zielscheibe von Raabs Satire wurde. „Wenn keine Ideen mehr da sind, muss Florian Silbereisen wieder herhalten“, beschwert sich etwa ein Nutzer. Raab komme wohl nicht damit klar, dass er keine Aufmerksamkeit mehr erhalte und mache sich nun aus Neid über den erfolgreichen Schlagerstar lustig, schreibt eine andere Nutzerin. „Die Verzweiflung bei den Einschaltquoten muss echt riesig sein“, lautet ein weiterer, vielfach gelikter Kommentar. Silbereisen selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu Raabs Parodie geäußert.
Darüber hinaus mehrt sich die Kritik aus der Community darüber, dass die eindringliche Geschichte und ernste Botschaft der Haftbefehl-Dokumentation für einen bloßen Witz ausgeschlachtet werde. Das empfinden viele Instagram-Nutzer als respektlos und unangemessen. „Eine ehrliche und authentische Doku über Haftbefehls Drogenkonsum – als Warnung und mit starker Botschaft an die heutige Jugend – so hopszunehmen? Ich weiß nicht, ob das förderlich ist, um in Zukunft mehr Betroffene dazu zu motivieren, sich Hilfe zu holen und sich zu öffnen“, urteilt beispielsweise ein Kommentator. Stefan Raab hätte doch lieber im Ruhestand bleiben sollen, lautet die Schlussfolgerung einiger User. Der Moderator und Entertainer war 2024 nach fast neun Jahren Pause, in denen er ausschließlich als Produzent hinter den Kulissen agierte, vor die Fernsehkameras zurückgekehrt.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren