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Schutzzonen in Tirol eingerichtet: Das müssen Wintersportler beachten

Tourismus

Schutzzonen in Tirol eingerichtet: Das müssen Wintersportler beachten

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    Wer abseits der Piste fährt, muss sich in Tirol auf Schutzzonen einstellen.
    Wer abseits der Piste fährt, muss sich in Tirol auf Schutzzonen einstellen. Foto: topshots, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Bald startet in Tirol wieder die Wintersportsaison. Skifahrer und Snowboarder dürfen sich dann wieder auf frischen Schnee und kalte Bergluft freuen. Das Land Tirol plant aber bei der Vorbereitung auf das baldige Tourismus-Hoch nicht nur die Bedürfnisse von Besuchern ein. Auch heimische Wildtiere sollen trotz Touristen-Massen auf den Pisten einen angenehmen Winter haben. Was müssen Wintersportler beachten?

    Tirol: Warum braucht es Schutzzonen?

    Das Projekt „Bergwelt Tirol – miteinander erleben“ informiert auf seiner Website über die Schutzzonen, die gemeinsam mit den Anwohnern eingerichtet wurden, um heimische Wildtiere zu schützen. In diesen Zonen sollte man als Wintersportler aufs Abfahren verzichten. Konkret geht es um den Schutz von:

    • Birkhuhn und Auerhuhn: Sie vermeiden im Winter jede unnötige Bewegung. Müssen sie aber durch die Störung von Skitourengehern immer wieder flüchten, verlieren sie Energie, die sie brauchen, um den Winter zu überleben.
    • Gams und Steinbock: Sie sind durch eine im Winter abgesenkte Körpertemperatur zum Flüchten häufig gar nicht in der Lage. Werden sie gestört, fühlen sie sich ausgeliefert.
    • Hirsch und Reh: Rotwild braucht vor allem Ruhe bei der Fütterung. Werden sie von Touristen vertrieben, beginnen sie Baumrinden zu essen, was den Wald schädigt.
    • Objektschutzwald: Junge Bäume sind häufig von der Schneedecke bedeckt und werden von Skifahrern und Snowboardern nicht gesehen. Dadurch kann es zu Skikantenschäden an der Rinde kommen. Dringen dadurch Schädlinge ein, stirbt die Pflanze schnell mal ab.

    Tirol: Wie erkennt man die Schutzzonen?

    Wer vor der Skitour planen will, kann sich auf einer bereitgestellten Karte des Landes Tirol über die Schutzzonen informieren. Aber auch vor Ort bemerkt man, sobald man sich einer Schutzzone nähert: Es sind spezielle Hinweistafeln angebracht, die um Rücksicht auf die Tierwelt bitten.

    Den Verantwortlichen der Schutzzonen geht es nicht darum, Wintersport zu verbieten, wie sie dem Portal meinbezirk.at berichten. „Es geht nicht um Verbote, sondern um gezielte Lenkung und Bewusstseinsbildung für eine verantwortungsvolle Nutzung der Naturräume“, erklärt Markus Peer, Bürgermeister von Ampass. Die Kampagne soll Skitourengeher und Freerider bewusst durch bestimmte Routen leiten und ihnen zeigen, wie wichtig Rückzugsorte für die Tiere sind.

    Übrigens: Für Party-Touristen, die nach der Skifahrt noch zum Après-Ski wollen, gibt es in Tirol seit Anfang 2025 rote Zonen, in denen sie sich zu benehmen haben.

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