Kaulitz gegen Gottschalk? Nicht zum ersten Mal haben sich Tom und Bill Kaulitz mit einem Seitenhieb gegen Thomas Gottschalk gewendet und öffentlich Kritik geübt. Auch anderen TV-Größen haben die Musiker schon harte Rückmeldungen gegeben, etwa Joko und Klaas. Doch dieses Mal war ihr Timing mehr als schlecht. Kurz nachdem die Brüder in ihrem Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ über Gottschalks Bambi-Panne gesprochen hatten, machte der Moderator eine schwere Erkrankung öffentlich.
„Ich habe Krebs“, erklärte der 75-Jährige im Gespräch mit der Bild-Zeitung. „Die Diagnose war heftig. Epitheloides Angiosarkom. Ein seltener, bösartiger Tumor, der von den Zellen der Blutgefäße ausgeht“, verdeutlichte seine Ehefrau, Karina Mroß. Zwei Operationen hat Gottschalk schon hinter sich und muss bis heute starke Schmerzmittel nehmen. „Erst bei der Bambi-Verleihung realisierten wir, welche Nebenwirkungen diese Medikamente haben“, sagte Mroß. Auf der Bambi-Bühne sei Gottschalk in „Schockstarre“ gewesen und hätte „einen Blackout“ gehabt.
Thomas Gottschalks Krebsdiagnose und die starken Nebenwirkungen der Medikamente rücken nun nicht nur den Bambi-Auftritt des Moderators, sondern in den Augen der Fans auch die Kritik der Kaulitz-Zwillinge in ein anderes Licht. Wie unter anderem tz.de berichtet, sahen sich die 36-Jährigen einem wahren Shitstorm ausgesetzt. Was ist passiert?
Übrigens: Als Tom und Bill Kaulitz vor zwei Jahren erklärten, dass sie Interesse an einer „Wetten, dass ..?“-Nachfolge hätten, fand Thomas Gottschlak selbst klare Worte und schoss gegen die Zwillinge.
Kaulitz und Gottschalk: Wie stehen die Brüder zum Moderator?
Der Bambi 2025 wird den Kaulitz-Brüdern sicherlich in Erinnerung bleiben. Während Tom Kaulitz’ Ehefrau Heidi Klum den begehrten Preis einheimste, gingen die 36-Jährigen trotz Nominierung für ihren Podcast leer aus. Für sie selbst gar nicht so wild, wie sie in ihrem Podcast erklärten. War es beim Deutschen Fernsehpreis gerade noch umgekehrt – stachen sie doch Klum dabei aus –, stahl ihnen dieses Mal zwar nicht die eigene Frau beziehungsweise Schwägerin beim Bambi die Show, sondern ein alter Bekannter.
Mit Thomas Gottschalk als Moderator durchlebten sie als Gäste in den vordersten Reihen einen denkwürdigen Abend. Das ist Gottschalk inzwischen auch selbst bewusst. „Ich war nicht darauf vorbereitet, dass mir jemals so etwas passieren könnte. Mit diesen Tabletten fühle ich mich, als würde ich mit meinem Kopf in einer Waschmaschine stecken. Ich kannte mich so selbst nicht“, sagte er der Bild. Der 75-Jährige stolperte regelrecht auf die Bühne, ehe er einen Satz fallen ließ, den ihm die Zuschauer vor Ort wie an den Bildschirmen übel nahmen: Cher sei die „einzige Frau“, die er in seinem Leben ernst genommen habe.
Zu Gottschalk selbst scheinen Tom und Bill Kaulitz ein zumindest kritisches Verhältnis zu pflegen. Während sie ohnehin gewisse Verhaltensmuster bei manchen Menschen nicht ausstehen können – Stichwort „Bro“-Getatsche – und diesen eigenen Aussagen nach am liebsten aus dem Weg gehen würden, war das im Falle des Bambis nicht so einfach. Schließlich war Gottschalk Moderator und die Brüder waren nominiert.
Im Podcast haben sie – wohlgemerkt bevor Gottschalks Diagnose öffentlich wurde – ihre Sicht auf den Abend geschildert und dabei deutliche Worte gefunden. „Also der schockierendste Moment war ja gar nicht, dass wir nicht gewonnen haben, obwohl das für viele auch schockierend war, dem Raunen nach“, führte Bill Kaulitz aus, um dann zu präzisieren: „Der allerschockierendste Moment war natürlich Tommy Thomas Gottschalk.“
Übrigens: Die Tokio-Hotel-Musiker könnten bald häufiger in Deutschland sein. Sie sind auf der Suche nach einer Immobilie am Tegernsee.
Bambi-Panne: So haben Bill und Tom Kaulitz auf Thomas Gottschalks Auftritt reagiert
Mit klaren Ansagen kennen sich die Tokio-Hotel-Zwillinge aus: Musste Tom Kaulitz doch bereits seine Heidi verbal verteidigen und gemeinsam richteten die Kaulitz-Zwillinge deutliche Worte an Kanzler Friedrich Merz im Kontext der Regenbogenflagge. Auch im TV-Showgeschäft sparen sie im Zweifel nicht mit Kritik.
Nicht weniger kritisch reagieren sie auf den Bambi-Abend. Die Verantwortlichen, sagen sie, hätten sich doch im Klaren sein müssen, wen sie sich da als Moderator holen. Tom Kaulitz erklärt: „Also das Gefühl, sich das anzugucken, war wirklich schwer. Es war wirklich schwer zu ertragen.“ Und obwohl er selbst als Künstler keinen anderen Künstler ausbuhen würde, sah er sich veranlasst, es im Fall der viel diskutierten Moderation doch zu tun: „Wenn du so was da oben sagst, dir so was leistest, dann ist das leider meine Meinung.“
Während sich Gottschalk im Nachgang per Instagram für seine Performance rechtfertigte, reicht das den Kaulitz-Brüdern offenbar nicht aus. Gottschalk habe demnach zwar von einem „Blackout“ gesprochen, aber Bill Kaulitz befindet: „Was für ein Blödsinn. Das war überhaupt kein Blackout. Das ist Thomas Gottschalk, wie er schon immer war, und damals fanden die Leute das eben alle in Ordnung und toll und witzig und frech, aber das passt eben nicht mehr in die Zeit.“
Gottschalk habe an dem Abend einmal mehr gezeigt, „wie er charakterlich drauf ist“, so Bill Kaulitz. Denn solche großen Shows würden bis ins Detail besprochen, ließen wenig Raum für Interpretationen: „Jeder weiß, wer wo rauskommt, was wann passiert. Es gibt da Generalproben, gerade Leute, die eine Laudatio halten und eine Dankesrede, da läuft ein Timer im Hintergrund, da ist nichts spontan.“ Von einem Ausrutscher zu sprechen, werde dem Auftritt Gottschalks nicht gerecht. „Das ist ja bei langem nicht das erste Mal“, schließt Bill Kaulitz ab.
Für diese Einschätzung stehen die Brüder jetzt selbst in der Kritik. Auf der Social-Media-Plattform X machten laut tz.de viele Nutzer ihrem Ärger Luft. Die Kaulitz-Brüder sollten „sich in Grund und Boden schämen“ und „vielleicht einfach mal schweigen“ hieß es dort unter anderem, während sich Gute-Besserung-Wünsche und Dankbarkeit für „tolle Arbeit“ an Thomas Gottschalk richteten.
Übrigens: Zartbesaitet scheinen Tom und Bill Kaulitz nicht zu sein, durchlebten sie doch eigenen Angaben nach eine „roughe“ Jugend.
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