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Stubaier Wildspitze: Tourengeher stürzt an der rund 170 Meter ab und bleibt regungslos liegen

Schwierige Bergung

Tourengeher stürzt an der Stubaier Wildspitze rund 170 Meter ab und bleibt regungslos liegen

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    Die Stubaier Wildspitze (Mitte) und der Östliche Daunkogel (rechts) auf einem Archivbild.
    Die Stubaier Wildspitze (Mitte) und der Östliche Daunkogel (rechts) auf einem Archivbild. Foto: Svickova

    An der Stubaier Wildspitze hat sich am Sonntag ein schwerer Alpinunfall ereignet. Wie die Polizei in Tirol mitteilt, hatten sich zwei befreundete Alpinisten, ein 36-jähriger Österreicher und ein 21-jähriger Italiener, zu einer Skitour auf die 3341 Meter Stubaier Wildspitze in den Stubaier Alpen aufgemacht.. Die beiden starteten ihre Tour von der Talstation der Stubaier Gletscherbahnen in Neustift und gelangten teils auf Tourenskiern und teilweise mit Liftunterstützung zum Einstieg des Gratanstieges der Stubaier Wildspitze.

    Stubaier Wildspitze: Abgestürzter Tourengeher per Hubschrauber geborgen

    Beim Skidepot angekommen, schnallten sich die beiden Alpinisten ihre Ski ab und montierten ihre Steigeisen. Mit Pickel und den Skiern am Rucksack. gingen die beiden ohne Seilversicherung den Gipfelanstieg über den ausgesetzten Südostgrat an. Dort gibt es Kletterstellen, die ein Beherrschen des Schwierigkeitsgrads 2 bis 3 auf der UIAA-Skala erfordern. Auf etwa halber Strecke des Südostgrats, im Bereich eines Firnfeldes in der Südflanke, kam der 36-jährige Österreicher auf einer Höhe von 3275 Meter aus bislang ungeklärter Ursache zu Sturz.

    Anschließend rutschte der Österreicher einige Meter über die steile Firnflanke talwärts und stürzte anschließend, sich mehrfach überschlagend, etwa 170 Meter über steiles und felsdurchsetztes Gelände ab. Der Tourengeher blieb schließlich unterhalb der Felsabbrüche regungslos im Schnee zu liegen. 

    Notarzthubschrauber muss wegen schlechter Witterung ersten Anflug abbrechen

    Sein Begleiter setzte sofort einen Notruf ab. Einsatzkräfte der alarmierten Bergrettung Neustift sowie ein Alpinpolizist machten sich mit einem Pistengerät und anschließend weiter zu Fuß zum Verunfallten auf. Bei ihm angekommen, begannen sie mit der Erstversorgung des schwer verletzten Österreichers. Der Pilot des alarmierten Notarzthubschraubers Alpin 2 musste den Anflug wegen der widrigen Wetterbedingungen abbrechen.

    Der Verunglückte wurde schließlich vom ebenfalls alarmierten Notarzthubschrauber Christophorus 1 mittels Taus geborgen und nach der Versorgung durch einen Notarzt in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Der unverletzte Bergsteiger wurde vom Polizeihubschrauber Libelle ebenfalls mit einem Tau im Bereich der Absturzstelle am Grat geborgen und zum Zwischenlandeplatz bei der Bergstation Gamsgarten gebracht.

    Lesen Sie auch: Tödlicher Alpinunfall in den Tannheimer Bergen: Nach intensiver Suche entdecken die Rettungskräfte am Samstag die Leiche einer 28-Jährigen am Schartschrofen.

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