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Tirol: Diese 15 Museen sind besonders schön und außergewöhnlich

Kultur in Tirol

Diese 15 außergewöhnlichen Museen liegen in Tirol - darunter das älteste der Welt

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    Das Schloss Ambras in Innsbruck beherbergt das älteste Museum der Welt.
    Das Schloss Ambras in Innsbruck beherbergt das älteste Museum der Welt. Foto: imago/imagebroker (Archiv)

    Wer bei Museen lediglich an Vitrinen und lange Infotexte denkt, wird in Tirol eines besseren belehrt. Die Fülle an unterschiedlichen Museen ist dort besonders groß. Es gibt Freilicht-Museen, Burgen und Schlösser, Museen in den Bergen und Museen mit schrägen Themen wie die bunte Tiroler Fasnacht.

    In diesem Artikel stellt unsere Redaktion 15 Tiroler Museen vor, die einen Besuch wert sind. So ist für jede(n) etwas dabei - vom Naturfan bis zum Geschichts-Nerd.

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    1. Das älteste Museum der Welt im Schloss Ambras in Innsbruck

    Wir beginnen mit dem ältesten noch bestehenden Museum der Welt: Die Kuriositätenkammer im Schloss Ambras in Innsbruck entstand vor mehr als 450 Jahren. Erzherzog Ferdinand II. brachte hier im 16. Jahrhundert seine stetig wachsende Sammlungen unter. Hier findet sich neben vielen anderen beeindruckenden und merkwürdig anmutenden Gegenständen das einzig bekannte Porträt von Graf Dracula.

    Neben der Kuriositätenkammer sind Teile des Schlosses (darunter einige Gemächer), eine weitere Wechselausstellung sowie der weitläufige Schlosspark zugänglich. Von dort aus bietet sich eine schöne Aussicht über die Stadt.

    Im Schloss Ambras in Innsbruck befindet sich das älteste Museum der Welt.
    Im Schloss Ambras in Innsbruck befindet sich das älteste Museum der Welt. Foto: imago/imagebroker (Archiv)

    2. Ein besonderer Sarkophag in der Hofkirche Innsbruck

    Wir bleiben vorerst in Innsbruck: In der Kaiserlichen Hofkirche stehen 28 überlebensgroße Bronzefiguren um das Grabmal Kaiser Maximilians I., weshalb sie im Volksmund auch „Schwarzmanderkirche“ heißt – obwohl acht der Figuren Frauen darstellen und der Sarkophag selbst leer ist. Maximilian wurde nämlich in der Wiener Neustadt bestattet.

    Neben dem (demnach vermeintlichen) Kaisergrab befinden sich hier auch die Gräber von Andreas Hofer und weiteren Tiroler Freiheitskämpfern sowie mehrere historische Orgeln, darunter eine Renaissanceorgel aus dem 16. Jahrhundert. Neben der Hofkirche liegt die Innsbrucker Hofburg, die ebenfalls einen Besuch wert ist. Hier wandeln Sie auf den Spuren von Maximilian, Maria-Theresia und Sisi.

    Der Sarkophag Kaiser Maximilians I. in Innsbruck ist gar nicht sein echtes Grabmal.
    Der Sarkophag Kaiser Maximilians I. in Innsbruck ist gar nicht sein echtes Grabmal. Foto: imago/imagebroker (Archiv)

    3. Burg Hasegg und der größte Silbertaler der Welt

    Unweit von Innsbruck liegt das malerische Hall in Tirol. Dort befindet sich doe Burg Hasegg. Doch statt um Kaiser und Fürsten dreht sich hier alles um die Geschichte des Geldes – von der Münzprägung bis zu Strafen für Fälscher. Im Münzerturm ist unter anderem der größte Silbertaler der Welt zu sehen.

    Außerdem gibt es Einblicke in Stadtarchäologie und in die ehemalige Münzstätte. Zum Abschluss können Besucherinnen und Besucher einen Guldiner nach historischem Vorbild selbst prägen.

    Im Münzerturm in Hall in Tirol ist der größte Silbertaler der Welt zu sehen.
    Im Münzerturm in Hall in Tirol ist der größte Silbertaler der Welt zu sehen. Foto: imago images/imagebroker (Archiv)

    4. Hochwertige Kunst im Klocker Museum in Hall in Tirol

    Ebenfalls in Hall findet sich das sogenannte Klocker Museum. Es konzentriert sich auf bildende Kunst und zeigt die rund 1200 Werke aus der Sammlung von Emmy Klocker. Sie erweiterte die Sammlung ihres verstorbenen Sohnes Wolfgang und gründete 1998 gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann Hans eine Stiftung, um Kunst und Wohltätigkeit in Tirol zu fördern. Die Sammlung umfasst verschiedene Gattungen, darunter Porträtmalerei, und wächst stetig durch weitere Ankäufe.

    Der Klocker Kunstpreis ist indes der höchstdotierte Kunstpreis Österreichs. Er zeichnet lebende Künstlerinnen und Künstler in Malerei und Skulptur aus, fördert Tiroler Kunst und ist jeweils mit einer Ausstellung, einem Ankauf oder einer Publikation verbunden.

    Im Klocker Museum Hall in Tirol dreht sich alles um bildende Kunst.
    Im Klocker Museum Hall in Tirol dreht sich alles um bildende Kunst. Foto: imago/Volker Preußer (Archiv)

    5. Sakrale Kunst aus neun Jahrhunderten in der kleinsten Stadt Österreichs

    In Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs, liegt das Augustinermuseum. Es befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Augustiner- und späteren Servitenklosters, das von 1384 bis 1971 bestand. Die Sammlungen zeigen Tiroler sakrale Kunst aus neun Jahrhunderten, darunter Werke der Romanik und Gotik sowie religiöse Volkskunst und gotische Plastiken.

    Einzigartig ist der öffentlich zugängliche Kirchturm mit barocker Turmuhr, historischen Glocken und Aussichtsplattform über Rattenberg und das Inntal. Auf dem Kirchendachboden können Besucherinnen und Besucher die Kuppel umrunden und direkt über dem Gewölbe stehen, während das Fresko „Augustinerhimmel“ aus nächster Nähe betrachtet werden kann.

    Das Augustinermuseum in Rattenberg liegt direkt am Inn.
    Das Augustinermuseum in Rattenberg liegt direkt am Inn. Foto: imago stock&people (Archiv)

    6. Landleben wie es früher war im Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach

    Hier fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Das Freilicht-Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach zeigt 37 originalgetreu rekonstruierte Bauernhöfe und Nebengebäude aus ganz Tirol, darunter 14 vollständig erhaltene Höfe. Besucherinnen und Besucher können die Gebäude von außen betrachten, aber auch hineingehen und das frühere Tiroler Landleben hautnah erleben.

    Ergänzt wird die Ausstellung durch Hör- und Videostationen, freilaufende Tiere, Bauerngärten und historische Einrichtungen wie die alte Schule, Säge, Mühle oder Schmiede. Für Kinder gibt es interaktive Stationen, Spiele und Rätsel, zudem befindet sich am Eingang ein großer Spielplatz.

    Im Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach kann man das Leben früherer Tiroler Bauern hautnah erleben.
    Im Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach kann man das Leben früherer Tiroler Bauern hautnah erleben. Foto: imago stock&people (Archiv)

    7. Holzmuseum in Wildschönau mit 3000 Exponaten und Themenweg

    Im Holzmuseum in der Wildschönau geht es - wie der Name unschwer erkennen lässt - um Holz. Auf 2000  Quadratmetern präsentieren 39 Erlebnisräume über 3000 Exponate, darunter Schnitzereien und ungewöhnliche Objekte wie einen Holz-BH oder die kleinste Hochzeitskapelle Europas.

    Direkt am Museum führt ein etwa ein Kilometer langer Holz-Themenweg entlang. Das Museum bietet damit einen Einblick in handwerkliche Traditionen und die Vielfalt von Holzobjekten.

    8. Berge, Stadt und Skisport: Das Museum Kitzbühel

    Kitzbühel ist die Wintersport-Hochburg schlechthin. Und darum dreht sich auch alles im Museum Kitzbühel. Es bietet Einblicke in die Geschichte und Kultur der Stadt und Region von der Bronzezeit bis zum Wintersport der 1950er Jahre. Ausgewählte historische und zeitgenössische Exponate, Film- und Toninstallationen veranschaulichen Bergbau, Stadtentwicklung und alles rund um den österreichischen Skirennläufer, Schauspieler sowie Sänger Toni Sailer.

    Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf dem Werk des Künstlers Alfons Walde, das in Ober- und Dachgeschoß mit Gemälden, Grafiken, Zeichnungen und Fotografien präsentiert wird.

    9. Die einzige Römerstadt Tirol liegt in Dölsach in Osttirol

    Aguntum war eine römische Stadt in der heutigen Gemeinde Dölsach, deren Ursprung in einer Siedlung des norischen Volkes der Laiancer liegt. Unter Kaiser Claudius wurde Aguntum zum Municipium (also zu einer Stadt) erhoben und erlebte in den folgenden zwei Jahrhunderten eine Blütezeit mit Stadtmauer, Thermen und zahlreichen öffentlichen und privaten Gebäuden.

    Heute sind nur Teile der Stadt ausgegraben, darunter das Atriumhaus, das Handwerksviertel, die Therme und das kreisrunde Macellum als Markthalle. Ein Schutzbau über dem Atriumhaus und ein 18 Meter hoher Aussichtsturm ermöglichen einen guten Überblick über das Gelände und die laufenden Ausgrabungen. Das Museum Aguntum vermittelt Einblicke in das Alltagsleben der Römerzeit und zeigt Funde aus Aguntum sowie der ehemaligen Provinz Noricum.

    Teile einer alten römischen Stadt wurden in Dölsach in Osttirol ausgegraben.
    Teile einer alten römischen Stadt wurden in Dölsach in Osttirol ausgegraben. Foto: imago stock&people (Archiv)

    10. In einem Haus in Imst dreht sich alles um die Tiroler Fasnacht

    Das Imster Fasnachtshaus bewahrt die Fasnachtskultur der Stadt mit historischen Masken, Gewändern, Instrumenten und einer umfangreichen Archivsammlung. In dem denkmalgeschützten Gebäude verbindet die Ausstellung historische Architektur mit modernen Präsentationen wie Panoramaprojektionen, Audio- und Videoinstallationen.

    Im ehemalige Stall wird in sieben Schritten gezeigt, wie aus schlichten Holzblöcken die traditionellen Masken entstehen. Auch moderne Masken sind zu sehen sowie multimediale Einblicke in das sogenannte Schemenlaufen, ein  Fastnachtsbrauch in Imst, der alle vier Jahre immer am Sonntag vor dem Unsinnigen Donnerstag stattfindet und 2012 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.

    Masken wie diese, die beim  traditionelle Imster Schemenlaufen zum Einsatz kommen, sind im Fasnachtshaus zu sehen.
    Masken wie diese, die beim traditionelle Imster Schemenlaufen zum Einsatz kommen, sind im Fasnachtshaus zu sehen. Foto: imago/Volker Preußer (Archiv)

    11. Ein etwas anderes Heimatmuseum in Eligenalp - eine Wunderkammer

    Das Museum Wunderkammer im „Duarf“ Eligenalp zeigt die Lechtal-Sammlung des Universalgelehrten Johann Anton Falger, der als „Vater des Lechtals“ gilt. Die Ausstellung umfasst eine umfassende Kunst- und Kuriositätensammlung und vermittelt Einblicke in die Kultur und Geschichte der Lechtaler Bevölkerung.

    Ergänzt wird die Sammlung durch Informationen zu den Hintergründen der Theaterstücke auf der Geierwally-Freilichtbühne. Anlässlich von Falgers 140. Todestag wurden Teile seiner privaten Sammlung erweitert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum bietet so einen besonderen Einblick in Bräuche, Sitten und Alltagswissen der Region.

    12. In Alpinarium gibt es eine Boulderwand

    Das Alpinarium Galtür vereint Lawinenschutz mit einem Museum und fungiert als Informations-, Dokumentations- und Ausstellungszentrum. Die Dauerausstellung „Ganz Oben“ zeigt die Geschichte Galtürs, das Verhältnis von Mensch und Natur im alpinen Raum und erinnert im „Raum der Erinnerung“ an die Lawinenopfer von 1999.

    Außerdem werden lokale Traditionen wie die Nutzung des „Galtürer Enzner“ (Enzian aus der Region) in Sonderausstellungen vorgestellt. Das Museum ist in eine 345 Meter lange und 19 Meter hohe Schutzmauer integriert und zeichnet sich durch moderne, künstlerische Gestaltung aus. Ergänzt wird das Angebot durch ein Café, Panoramablick, Indoor-Boulderwand und Seminarräume.

    Das Alpinarium in Galtür ist Informations-, Dokumentations- und Ausstellungszentrum in einem.
    Das Alpinarium in Galtür ist Informations-, Dokumentations- und Ausstellungszentrum in einem. Foto: imago/Roland Mühlanger (Archiv)

    13. Zwischen Kaunertal, Pitztal und Inntal liegt ein besonders Naturparkhaus

    Es ist das erste seiner Art in Tirol: Das Naturparkhaus Kaunergrat wurde 2006 am Piller Sattel eröffnet. Es liegt an der Schnittstelle zwischen Kaunertal, Pitztal und Inntal und bietet von der Aussichtsplattform „Gacher Blick“ einen Panoramablick über das Obere Inntal und die umliegenden Gipfel.

    In der multimedialen Ausstellung „3000 Meter vertikal“ werden die natürlichen Extreme des Naturparks vermittelt. Besucherinnen und Besucher erhalten so Einblicke in Flora, Fauna und Geologie der Region. Das Haus dient gleichzeitig als Informationszentrum für den Naturpark Kaunergrat.

    Ein Naturparkhaus wie dieses gibt es in Tirol bisher nur ein Mal.
    Ein Naturparkhaus wie dieses gibt es in Tirol bisher nur ein Mal. Foto: IMAGO/Peter Widmann (Archiv)

    14. Historischer Alltag in 16 Gebäuden: Freilichtmuseum im Ötztal

    Ein weiteres beeindruckendes Tiroler Freilichtmuseum liegt im Ötztal. Das Heimatmuseum in Lehn (Längenfeld) zeigt den historischen Alltag der Menschen im Tal und die Arbeitsprozesse bei der Herstellung von Wolle, Leinen, Brot, Butter und weiteren Produkten. Das Museumsgelände umfasst 16 historische Gebäude, die auch von Innen besichtigt werden können.

    Ergänzt werden die Ausstellungen durch Lesungen heimischer Autoren, untermalt mit Hausmusik, sowie das traditionelle „Hausmusessen“ in der Rauchkuchl. Das Besondere außerdem: Wie viel Eintritt man bezahlt, kann man sich selbst aussuchen.

    15. Das Passmuseum Timmelsjoch liegt zur Hälfte in Südtirol

    Die „Timmelsjoch Erfahrung“ entlang der Hochalpenstraße verbindet Nord- und Südtirol und umfasst fünf frei zugängliche Stationen: Schmuggler, Fernrohr, Granat, Steg und das Passmuseum am Timmelsjoch. Das Passmuseum ragt 16 Meter von Nordtirol in Südtirol hinein und ist Österreichs höchstes Museum an einem Straßengrenzübergang.

    Im Inneren sind unter anderem eine Eishöhle und eine vorchristliche Fibel zu sehen, die die Nutzung des Passes bereits um 300 vor Christus belegen. Ergänzend wurde 2018 auf der Südtiroler Seite die Ausstellung „Timmel Transit“ eröffnet, die der Geschichte des Straßenbaus gewidmet ist. Die kurvenreiche Passstraße verbindet das Ötztal mit dem Passeiertal, ehemals durch Saum- und Schmugglerpfade verbunden, und war 2024 erstmals bis Mitte November befahrbar. Die Stationen vermitteln Einblicke in Geschichte, Natur, Kultur, Wirtschaft und das Leben der Menschen in dieser alpinen Region.

    Fünf frei zugängliche Stationen sind teil der „Timmelsjoch Erfahrung“.
    Fünf frei zugängliche Stationen sind teil der „Timmelsjoch Erfahrung“. Foto: IMAGO/Ullrich Gnoth (Archiv)

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