Beim Koschlak-Klettersteig am Boschitzberg (1228 Meter) in Bad Eisenkappel hat sich am Montag, 16.03.2026, ein tödlicher Bergunfall zugetragen. Laut der Landespolizeidirektion Kärnten stürzte ein 68 Jahre alter Kletterer in den Tod, nachdem er den üblichen Steig verlassen hatte.
Bergsteiger weicht vom Koschlak-Klettersteig ab und stürzt in die Tiefe
Demnach unternahm der 68-Jährige aus dem Bezirk Völkermarkt die Bergtour am Montagnachmittag. Der Mann sei für den Klettersteig entsprechend ausgerüstet gewesen. Dennoch verließ er diesen im unteren Bereich der Koschlak-Route.
Stattdessen bewegte er sich durch felsiges und abschüssiges Gelände. Aus unbekannter Ursache stürzte er dort plötzlich ab. Er fiel 30 Meter in die Tiefe.
Tödlicher Bergunfall in Kärnten: Jede Hilfe kommt zu spät
Eine andere Bergsteigerin, die den Koschlak-Klettersteig beging, fand den abgestürzten 68-Jährigen. Sie setzte umgehend einen Notruf ab.
Schnell rückte der Rettungshubschrauber C 11 samt Notarzt aus. Doch jede Hilfe kam zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen.
Die Bergrettung Bad Eisenkappel sicherte zusammen mit der Alpinpolizei den Leichnam. Der Polizeihubschrauber Libelle Lima barg den Toten schließlich aus dem steinigen Gelände. Wieso der Mann den Klettersteig verließ, ist unklar.
Das ist der Koschlak-Klettersteig am Boschitzberg
Der Koschlak-Klettersteig befindet sich in den Karawanken beziehungsweise im Bachergebirge in Kärnten in Österreich. Er ist als mittelschwerer Steig mit Schwierigkeiten von C und D angegeben. Der Steig führt über mehrere steile Felsstufen und dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden. Die Höhepunkte sind eine Nepalbrücke und ein Höhlendurchschlupf.
Der Zustieg zum Steig führt von einem Parkplatz aus steil durch die Büsche. Der Einstieg liegt auf einer Höhe von 530 Metern. Der Abstieg führt von der Ruine auf dem Waldweg hinunter zur Straße. Dann geht es links auf einem Weg durch den Wald direkt zum Parkplatz zurück.
Die Ferrata wurde zum Gedenken an Christian Koschlak errichtet. Er war 20 Jahre lang Obmann der Bergrettung Bad Eisenkappel und Initiator und federführend für die Planung und Erbauung der Klettersteige in Eisenkappel.
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