Schon klar: Das Münsterland ist eigentlich nicht der richtige Ort für Panik. Doch Udo Lindenberg, seines Zeichens Dirigent und erster Vorsitzender des Panikorchesters, sorgt nun dafür, dass in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Gronau ein echtes Lindenberg-Feeling entsteht. Denn der 50.000 Einwohner fassenden Ort kann nun für sich beanspruchen, dass sich dort bald jeder ein wenig so fühlen kann wie Udo. Das liegt zum einen daran, dass der Musiker aus dem Ort stammt und damit der berühmteste Sohn der Stadt ist – zum anderen damit, dass es in Gronau nun einen originalgetreuen Nachbau des Hotelzimmers aus dem Hamburger „Atlantic“ gibt, in dem Lindenberg seit über 30 Jahren lebt.
Laut dem Rock’n’popmuseum in Gronau (ja, das gibt es dort) wird der 79-Jährige bei der Eröffnung des Hotelzimmers im Sommer dabei sein und hat auch die Audiobegleitung dazu selbst eingesprochen. Der Titel der Dauerausstellung: „Udo L. wohnt im Hotel – Exklusive Einblicke in meine Panikzentrale“. Die Ausstellung soll einen Einblick in ein Zimmer liefern, „in dem deutsche Popgeschichte geschrieben wurde“.
Für Lindenberg ist das Hotel sein Palast und er der König
Tatsächlich lebt Lindenberg ja nicht nur im Hotel, sondern schreibt dort auch seine Texte. Das klappe im Hotel eben besser, weil er sich dort nicht darum kümmern müsse, wer den Müll herunterbringt. Oder, anders formuliert: „Im Hotel fühle ich mich ein bisschen wie ein König der Freiheit. Kein Alltag, kein Stress, keine Verpflichtungen.“ Das Atlantic ist sein Palast – und er der König.
Wer nun wissen will, wie sich das Leben als Lindenberg anfühlt, kann dies sehr bald in Gronau erfahren – und damit gewissermaßen die Panikzentrale für alle erkunden. Ob das Münsterland im Allgemeinen und Gronau im Speziellen aber für einen derartigen Panikbefall bereit ist – das wird demnächst die Zeit zeigen.
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